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Lichtenberg/Vinschgau

Fleckvieh bringt gute Preise

veröfftl. am 03. März 2026

Vinschger Fleckviehzüchter in Lichtenberg

Am Mittwoch, 25. Februar trafen sich die Vinschger Fleckviehzüchter zur Jahresvollversammlung im „Gasthof Adler“ in Lichtenberg. Es standen Neuwahlen an. Nach der Begrüßung durch den Obmann Markus Thanei und die Verlesung des Protokolls der Versammlung 2025 informierte Matthias Prünster vom Rinderzuchtverband über die gemeinsame Zuchtwertschätzung der europäischen Fleckviehpopulation (Deutschland, Österreich, Tschechien, Kroatien). Diese Schätzung bewertet die Stiere, die Milchleistungen, die Fitness usw. „Wichtig ist es international Netzwerke zu knüpfen, um erfolgreich zu sein“, so Prünster. Die Fleckviehzucht macht laufend Qualitätsfortschritte und steht im Vergleich in Südtirol sehr gut da. Vier Südtiroler Stiere in der Aufzuchtstation in Fiume (Veneto) sind in der künstlichen Besamung im Einsatz. Das Fleckvieh ist die Hauptrasse in Südtirol. Die Doppelnutzung (Milch und Fleisch) macht die Rasse attraktiv. Die Milchleistungen können sich mittlerweile sehen lassen und auch die Verkaufspreise der Tiere. 2025 wurde ein Jungrind um 3.300 Euro verkauft, ein Kalb um 863 Euro, ein Jungrind um 1.490 Euro, und für die teuerste Kuh wurde um 5.082 Euro bezahlt. Michael Kuppelwieser von BRING referierte über das „Stallklima - großer Faktor für Leistung“. Zucht und Milchleistungen stehen und fallen mit der Durchlüftung des Stalles. Vier bis sechsmal in der Stunde soll die Luft ausgetauscht werden. Um das zu erreichen, gibt es die Möglichkeit gezielt Luftöffnungen einzubauen, Auslauf ins Freie zu schaffen, Türen und Tore zu öffnen. Es gibt auch unterschiedliche Ventilatoren, oder Schlauch - oder Rohrbelüftungen, die je nach Vermessung der Stallgröße exakt gesetzt werden. Die Kühe bringen mehr Leistung, wenn gut gelüftet ist. „Kühe lieben es kalt und fühlen sich in einer Temperatur um den Gefrierpunkt bis maximal zehn Grad am wohlsten“, erklärt Kuppelwieser. Auch auf Bodenhöhe müsse die Lüftung greifen, den dort sammelt sich das Ammoniak an, das liegende Tiere einatmen und das speziell auch kleine Kälber schädigen können. „Auch Kälber verdienen einen guten Platz“, so Kuppelwieser. Bei den anstehenden Neuwahlen wurde mangels Kandidaten der bestehende Ausschuss widerbestätigt. Diesem gehören an: Obmann Markus Thanei (Matsch), Monika Telser (Tanas), Angelika Spechtenhauser (Allitz), Simon Fliri (Naturns) und Urban Hirschberger (Schleis). Der Vorstand hofft auf Vorschläge der Mitglieder und auf aktive Mitarbeit, zum Beispiel beim Sealamorkt, wo Fleckvieh gezeigt wird. Ein Wunsch wäre die Formierung einer Jungzüchtergruppe. (mds)

Matthias Prünster  vom Rinderzuchtverband

Matthias Prünster vom Rinderzuchtverband

Michael Kuppelwieser vom Beratungsdienst Berglandwirtschaft BRING

Michael Kuppelwieser vom Beratungsdienst Berglandwirtschaft BRING

Der wieder bestätigte Vorstand: v. l. Markus Thanei,  Monika Telser, Angelika Spechtenhauser und Simon Fliri  (es fehlt Urban Hirschberger)

Der wieder bestätigte Vorstand: v. l. Markus Thanei, Monika Telser, Angelika Spechtenhauser und Simon Fliri (es fehlt Urban Hirschberger)