Erfolgsgeschichte VEK
v. l.: Das VEK-Urgestein Florian Pinggera, Kontrollausschusspräsident Luis Pobitzer, VEK-Direktor Alexander Telser und der bisherige VEK-Vize-Präsident Jürgen Waldner
Alexander Telser beginnt die Versammlung im Kulturhaus in Schluderns mit einem Statemant vom Vorstand, gewidmet dem VEK-Obmann Andreas Tappeiner, der über seinen Anwalt ausrichten hat lassen, dass er für eine Wahl nicht zur Verfügung stehe, auch weil er sich seinen rechtlichen Angelegenheiten widmen müsse. Das VEK bedanke sich bei Tappeiner für seinen Einsatz für das VEK von Anbeginn an, für seine Tätigkeiten als Vize- und seit 6 Jahren als Obmann. Tappeiner habe wesentlich zur Stabilität der Genossenschaft beigetragen. „Das gesamte Team der Genossenschaft steht hinter ihm“, sagte Telser. Am Applaus danach ist feststellbar, dass auch die Genossenschaftsmitglieder hinter Tappeiner stehen.
Ende 2025 hat die VEK-Genossenschaft 6192 Mitglieder, begann VizeObmann Jürgen Waldner die Erfolgsmeldungen. Bei zuletzt 12.000 Kunden hat man 2025 61 Millionen Kilowattstunden Strom verkauft (2022 waren es 32 Millionen) und bei einem Verkaufsvolumen von 10,5 Millionen Euro dabei eine Skontierung für die Genossenschaftsmitglieder von rund 2 Millionen Euro machen können.
Mit fast 4000 Internetanschlüssen mache sich die Tätigkeite als Provider auch für die Kunden bezahlt, ließ Alexander Telser weitere Zahlen folgen. Man habe dabei das Glück, von einer motivierten 5-köpfigen Internetcrew zehren zu können. 2025 wurden rund 1,2 Millionen Euro ins Stromnetz investiert. Im Laufe der letzten Jahre konnten so Unterbrechungen stark reduziert werden. Man beteilige sich erfolgreich an der Führung von Wasserkraftwerken und die Beteiligungen am Kraftwerk Konfall mit 12% und am Großkraftwerk Laas (10%) haben 2025 insgesamt rund 1,4 Millionen Euro eingebracht.
Letztlich habe das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn nach Steuern von rund 1,8 Millionen Euro eingebracht.
Der Präsident des Kontrollausschusses Luis Pobitzer konstatierte gesetzeskonformes und statutengemäßes Wirtschaften und vor allem auch großes Vertrauen und große Zufriedenheit der Kunden. „Wir sind auf dem richtigen Weg,“ so Pobitzer, der auch auf einen Umbau bzw. auf einer Erweiterung des Genossenschaftssitzes in Glurns hinwies. Nach der Genehmigung der Bilanzen nahm die Vorstellung und die Wahl des neuen, von 11 auf 9 reduzierten, Vorstandes ein. Erfreulich und demokratiepolitisch rund erwies sich, dass sich für die 9 Plätze im mit 200 Euro brutto pro Sitzung dotierten Vorstand beworben haben. Renate Weiss, bisher im Vorstand, kandidierte nicht mehr und ihr wurde gedankt. Gewählt worden sind dann Jürgen Waldner, Armin Plagg, Heiko Hauser, Roselinde Gunsch, Siefried Warger, Johannes Habicher und Hannes Ille und Jaqueline Egger. Luis Pobitzer ist als Präsident des Kontrollausschusses per acclamtionem in den Vorstand berufen worden. Interessant auch, wer bzw. welches Know-How nicht mehr in den Vorstand gewählt worden ist, nämlich Dieter Pinggera, Florian Niederfriniger, Tobias Niederholzer und Aaron Punt.
In der Diskussion wurde angeregt, weniger Skonti zu machen, dafür in die Stromproduktion, vor allem auch in die Windkraft zu investieren. Man soll auf das verfallende Maschinenhaus oberhalb von Burgeis, „den Urgroßvater der Stromproduktion“ schauen, war eine weitere Anregung und noch eine: man solle vermehrt auf Smart-Grid setzen.