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Martell

Erdbeerfest mit KI

von Heinrich Zoderer
Beim Erdbeerfest am 28. Juni im Freizeitzentrum Trattla in Martell gab es neben dem traditionellen Anschnitt einer Erdbeertorte durch die Erdbeerkönigin auch eine Pressekonferenz und eine Freilandbegehung, um ein neues Projekt vorzustellen: der Erdbeeranbau im Stellagenbau und der KI-Einsatz zur Steuerung der Bewässerung, Düngung und beim Pflanzenschutz.
veröfftl. am 08. Juli 2026

Freilandbegehung und Besichtigung des Stellagenanbaus: v. l.: BMin Christine Kaaserer, Lucia De Benedetti (Product Management IDM), BM Georg Altstätter, Sara Hutter (VIP), Peter Stricker (Produktionsdirektor VIP), Tobias Fleischmann, BMin Rosalinde Gunsch, Philipp Brunner, Georg Wielander und LR Luis Walcher

Der Landesrat Luis Walcher meinte bei der Pressekonferenz, dass das Martelltal im ganzen Land für den Erdbeeranbau bekannt ist und zur Identität des Tales beiträgt. Auch BM Georg Altstätter betonte die Wichtigkeit des Erdbeeranbaus für die Landwirtschaft und für den Tourismus. Trotzdem steht der Erdbeeranbau vor großen Herausforderungen, so Tobias Fleischmann, der Obmann der MEG und Philipp Brunner, der Betriebsleiter und Anbauberater der Erzeugergenossenschaft MEG. Vor allem steigende Produktionskosten, Arbeitskräftemangel, Herausforderungen im Pflanzenschutz sowie der Wunsch nach einem reduzierten Wasser- und Düngeeinsatz machen neue Lösungen notwendig. Außerdem will man innovativ, nachhaltig und attraktiv für Konsumenten und Produzenten sein. Zwei Erneuerungen wurden von Philipp Brunner vorgestellt. Einmal ist es der Anbau von Erdbeeren auf Stellagen in Folientunnels, wodurch die Böden geschont und eine ergonomische Arbeitsweise ermöglicht werden, andererseits ist es der Einsatz moderner Sensorik und digitaler Technologien. Eine präzise Datenerfassung, Brunner sprach von 11.820 Datensätzen pro Stunde, bildet die Grundlage für den Einsatz von KI-gestützten Entscheidungsmodellen in den Bereichen Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutz. Durch diese Erneuerungen werden die Arbeitsqualität und die Produktivität erhöht, Ressourcen werden geschont und vor extremen Wetterereignissen und Schädlingen ist man besser geschützt. Diese Erneuerungen sind allerdings sehr kostenintensiv. Es ist aber gelungen in Zusammenarbeit zwischen MEG, der Gemeinde, der Bezirksgemeinschaft und Raiffeisen Ethical Banking Geldmittel über Leader (rund 200.000 €) über PNRR (48.000 €) sowie bei der Raika Kastelbell einen vergünstigten Zinssatz für die Mitgliederbetriebe zu erhalten, um das Projekt umzusetzen. Rosalinde Gunsch, die Bezirkspräsidentin und Georg Wielander, der Obmann der Raika Latsch, sprachen bei der Pressekonferenz von einem unterstützenswerten und zukunftsweisenden Projekt. Nach der Pressekonferenz und der Freilandbegehung war dann um 12 Uhr der Fassanstich der Bierbrauerei Forst und anschließend der Anschnitt des großen Erdbeerkuchens durch die Erdbeerkönigin Elisa Abart und dem Landesrat Luis Walcher. Die Marteller Vereine sorgten für kühle Getränke und leckere Spezialitäten aus der Küche und vom Grill. Bei Musik der Musikkapelle Martell und der Jungen Psairer ging das Fest und der bunte Markt bis in die Abendstunden.

Südtiroler Königinnen vor dem Tortenanschnitt. V. l.: Doris Höller (Honigkönigin), Jana Varesco (Rosenkönigin), Sara Rabensteiner (Törggelekönigin), Elisa Abart (Erdbeerkönigin), Alexandra Maier (Spargelkönigin), Julia Moosburger (Apfelkönigin) und BM Georg Altstätter

Südtiroler Königinnen vor dem Tortenanschnitt. V. l.: Doris Höller (Honigkönigin), Jana Varesco (Rosenkönigin), Sara Rabensteiner (Törggelekönigin), Elisa Abart (Erdbeerkönigin), Alexandra Maier (Spargelkönigin), Julia Moosburger (Apfelkönigin) und BM Georg Altstätter