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Martell

Bürgergenossenschaften schaffen lokalen Mehrwert

veröfftl. am 02. September 2026

v.l.: die zuständige Marteller Gemeindereferentin Katharina Fleischmann, Bürgermeister Georg Altstätter, der Obmann der Bürgergenossenschaft Martell 3B Alexander Mair und Landesrätin Rosmarie Pamer

Kürzlich besuchte Genossenschaftslandesrätin Rosmarie Pamer die Bürgergenossenschaft Martell 3B. Obmann Alexander Mair stellte ihr die Entwicklung der Genossenschaft sowie die aktuellen Tätigkeiten und Projekte vor. Die Bürgergenossenschaft Martell 3B wurde 2002 als Regionalentwicklungsgenossenschaft gegründet und 2024 in eine Bürgergenossenschaft umgewandelt. Die drei „B“ stehen für Berge, Beeren und Biathlon. Zu ihren Tätigkeiten gehören unter anderem die ganzjährige Führung des Biathlonzentrums, die Reinigung der Gemeindegebäude sowie touristische Dienstleistungen. Beim gemeinsamen Treffen ging es vor allem um die Bedeutung der Bürgergenossenschaft für das Tal. Pamer zeigte sich interessiert am Marteller Modell und würdigte das Engagement vor Ort: „Die Bürgergenossenschaft ist eine Genossenschaftsform mit Zukunftsperspektive. In Martell zeigt sich, wie lokale Kräfte gebündelt, Ideen gemeinsam umgesetzt und wichtige Aufgaben für das Tal übernommen werden können.“ Hervor hob Pamer dabei unter anderem die Sicherung von Arbeitsplätzen direkt im Tal. Bürgergenossenschaften sind eine Form genossenschaftlichen Unternehmertums. Vor allem in entlegenen Ortschaften können sie Leistungen anbieten, die es ansonsten nicht geben würde. Das kann etwa die Nahversorgung in einem Dorf ohne Geschäft betreffen. Ebenso können Bürgergenossenschaften Dienste im Auftrag einer Gemeinde übernehmen. „Bürgergenossenschaften sind ein innovatives Instrument der Dorfentwicklung. Sie ermöglichen es den Menschen vor Ort, Ideen gemeinsam umzusetzen und Verantwortung für ihr Lebensumfeld zu übernehmen“, unterstreicht Manuela Paulmichl, Direktorin des Landesamtes für Genossenschaftswesen.
Im Austausch mit Obmann Mair und den zuständigen Gemeindevertretenden ging es auch um künftige Vorhaben und weitere Entwicklungsmöglichkeiten der Bürgergenossenschaft.