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Vom Wind gefunden

40 Jahre Tschernobyl – 15 Jahre Fukushima

veröfftl. am 13. Mai 2026

Am 26. April 2026 jährte sich der Reaktorunfall von Tschernobyl zum 40. Mal. Der Unfall ist bis heute das schwerste Unglück in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Das zweitschwerste Reaktorunglück der Geschichte, die Havarie des Kernkraftwerks Fukushima in Japan, ausgelöst von einem Tsunami, geschah vor 15 Jahren am 11. März 2011. 1938 gelang Lise Meitner, Fritz Straßmann und Otto Hahn die erste Kernspaltung. Am 6. und 9. August 1945 gab es die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki, die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Diese Atombombenabwürfe mit vielen Toten und Verletzten, führten zu einer großen Skepsis gegenüber der geplanten friedlichen Nutzung der Atomkraft. Das erste Atomkraftwerk ging 1954 in Obninsk in der Nähe von Moskau ans Netz. In den folgenden Jahrzehnten entstanden in Europa, Nordamerika und Asien hunderte Reaktoren, die als Garant für Versorgungssicherheit und wirtschaftliches Wachstum galten. 1979 erschütterte ein Unfall im Kernkraftwerk „Three Mile Island“ die USA. Obwohl derzeit 31 Staaten Kernkraftwerke betreiben, gibt es weltweit kein Atommüll-Endlager. In Finnland soll ab 2026 das erste Endlager in Betrieb gehen. Deutscher Atommüll wird aktuell an 16 Standorten zwischengelagert. Nach einem Endlager wird fieberhaft gesucht. Die große Herausforderung besteht darin, dass ein Atommüll-Endlager so ausgelegt sein muss, dass es radioaktive Abfälle bis zu 1 Million Jahre sicher von der Biosphäre fernhält. Aber ist das möglich? (hzg)