„Wissenswertes über Osteoporose“
v. l.: Heidi Linser, Manuela Rinner, Irmi Oberhofer, Marianne Pircher, Dr. Peter Matzneller, Angelika Janser, Claudia Rinner, Michaela Weiss und Günter Stolz
Auf Initiative der Südtiroler Bäuerinnenorganisation und des Bildungsausschusses Latsch fand kürzlich ein Vortrag mit Dr. Peter Matzneller, Rheumatologe am Krankenhaus in Meran und Schlanders, zum Thema Wissenswertes über Osteoporose im sehr gut besuchten CulturForum in Latsch statt. Nach der Begrüßung durch die Bäuerinnenorganisation stellte die Rheuma-Liga Südtirol die umfangreiche Tätigkeit des Vereins vor. Besonders das Angebot, eine Selbsthilfegruppe Osteoporose im Vinschgau zu gründen, wurde besprochen. Die Rheuma-Liga Südtirol ermuntert hiermit nochmals alle Betroffenen, sich im Büro der Rheuma-Liga oder bei der Bezirksleiterin Marianne Pircher zu melden, um eine Selbsthilfegruppe im Vinschgau zu ermöglichen. Die Krankheit Osteoporose betrifft viele Menschen, was sich auch am regen Besucherinteresse zeigte. Der Rheumatologe, Dr. Peter Matzneller, führte aus, dass es sich hierbei um eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels handelt. Er beleuchtete die Frage, ob Osteoporose gefährlich sei und hinterfragte wie häufig diese sei. In Italien geht man alle 6 Minuten von einer Oberschenkelfraktur aus. Osteoporose muss behandelt beziehungsweise vorgebeugt werden, mit dem Ziel osteoporotische Brüche zu vermeiden. Hierzu bietet die Rheuma-Liga spezielle Osteoporose-Kurse an. Das neue Kursprogramm startet wieder Ende Oktober. Risikofaktoren können Alter und Geschlecht, Bewegungsmangel, Medikamente und viele weitere Faktoren sein. Osteoporose verursacht keine Symptome – bis zum Eintritt einer Fraktur. Wobei zu sagen ist, dass nicht jede Osteoporose eine Behandlung erfordert. Dies ist abhängig von der Einschätzung des Frakturrisikos. Dr. Matzneller erwähnte auch die Medikamente und deren Nebenwirkungen. Die erste Knochendichtemessung sollten Frauen über 65 und Männer über 70 Jahre vornehmen, sofern keine begleitenden Risikofaktoren vorliegen. Im Anschluss beantwortete Dr. Matzneller noch die offenen Fragen. „Wir bedanken uns von Herzen bei der Bäuerinnenorganisation und beim Bildungsausschuss für die tolle Zusammenarbeit im Sinne der vielen Betroffenen. Wir möchten den Osteoporose-Betroffenen eine Anlaufstelle bieten.“, so abschließend der Präsident der Rheuma-Liga Günter Stolz und Geschäftsführer Andreas Varesco.