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Kortsch/Schlanders

Wie ernähren wir die Welt von morgen?

veröfftl. am 28. Oktober 2026

Die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch

Was werden wir 2050 essen? Wie können wir genügend Lebensmittel produzieren? Und wie gleichzeitig noch umweltfreundlicher und nachhaltiger sein? Antworten auf diese Fragen präsentierten die Schülerinnen der 2. Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft Kortsch zum Welternährungstag am 16. Oktober 2026. In Kleingruppen wurden in den Wochen zuvor mögliche Lösungsansätze entwickelt. Diese waren vielfältig. Fakt ist: Wenn wir der Frage „Wie ernähren wir die Menschen von morgen?“ nachgehen, dann beginnt die Antwort heute auf unseren Tellern. Hülsenfrüchte werden als Ballaststoff- und Proteinquelle in Zukunft noch mehr an Aufmerksamkeit erhalten. Überhaupt wird eine pflanzenbetonte Ernährung wichtiger werden. „Das heißt aber nicht, dass wir auf Fleisch verzichten müssen“. Die Fermentationstechnologie, um Zellmasse zu produzieren, ist eine Möglichkeit, um mithilfe von Mikroorganismen das Fleisch von morgen zu produzieren. Landwirtschaft mitten in der Stadt, sogenanntes Vertical farming könnte an Bedeutung gewinnen. Lebensmittel werden dort angebaut, wo viele Menschen wohnen: auf Balkonen, Terrassen oder Dächern. In St. Pauls ist das erste Vertical farming Start-up-Unternehmen bereits Vorreiter in Südtirol. Linsen könnten zusammen mit Soja und Lupinen, mit Pilzkulturen, Algen und Insekten die Proteinlücke der Zukunft schließen. Der Fokus wird auch künftig verstärkt gegen Lebensmittelverschwendung gerichtet sein. Falsch einkaufen und zuviel einkaufen, das bedeutet wertvolle Ressourcen verschwenden. Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum können auch nach Ablauf noch einwandfrei sein: Anschauen, riechen und probieren lautet die Devise.
Welche Veränderungen brauchen wir? Wir brauchen „mehr pflanzliche Lebensmittel, neue Proteinquellen, weniger Lebensmittelverschwendung und eine ressourcenschonende Landwirtschaft“, lautete das Fazit der Schülerinnen und Schüler.
Andreas Paulmichl, der Schulstellenleiter meinte: „Der Welternährungstag bietet sich in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung naturgemäß an, um wertvolle Informationen zu geben.“ Ein besonderer Dank ging an die Lehrpersonen Susanne Federpiel und Simone Tschenett, die das Projekt begleitet haben. Kräuter-, Kürbis- und Rohnenaufstriche flankierten die Veranstaltung kulinarisch.(ap)