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Schloss Goldrain

Spontan und kreativ: Improtheater Carambolage

veröfftl. am 15. April 2026

Das Improtheater Carambolage überraschte mit Improvisations- kunst, musikalischer und schauspielerischer Kreativität und Spontanität durch den Musiker Leonhardt Kinzel und die Schauspieler:in v. l. Gerd Weigel, Peter Schorn und Brigitte Knapp

Die vielen Besucher im Graf Hendel Saal im Bildungshaus Schloss Goldrain erlebten am 27. März einen ganz außergewöhnlichen Theaterabend. Auf der kleinen, aber feinen Bühne standen zwei Schauspieler (Peter Schorn und Gerd Weigel) und eine Schauspielerin (Brigitte Knapp). Sie spielten ohne Plan, ohne Proben, ganz spontan, aber genial, mit voller Energie und tollen Überraschungen. Ebenso spontan wurden sie musikalisch auf einem E-Piano von Leonhardt Kinzel begleitet, der es meisterhaft verstand die Theaterstimmung in eine passende musikalische Atmosphäre einzubetten. Es waren knapp zwei Stunden Improvisationstheater auf hohem Niveau, facettenreich präsentiert vom Improtheater Carambolage aus Bozen. Um diese besondere Kleinkunstszene zu erleben, muss man normalerweise das Kellertheater Carambolage in Bozen besuchen. Wir haben es in den Vinschgau geholt, um diese Theaterform auch hier zu genießen, so Maria Raffeiner, die Bildungsreferentin im Schloss Goldrain. Seit über 20 Jahren gibt es das Improtheater Carambolage. Die Improvisation, die Kreativität stehen im Mittelpunkt. Durch die Interaktion mit dem Publikum entsteht ein Programm, das sich im spontanen Spiel entwickelt und dessen Verlauf weder vom Publikum, noch von den Spielern vorhersehbar ist. Die Schauspieler sammeln vom Publikum verschiedene Gegenstände ein und fordern die Besucher auf, spontan Signalwörter oder Kernsätze zu äußern. Mit diesen Gegenständen, Wörtern und Sätzen werden Kurzszenen und Songs entwickelt. Mit den spontan geäußerten Begriffen „Montani“, „Töniegg“ und „Erika – Kribbeln im Bauch“ sangen die drei Schauspieler drei Songs für den Eurovision Song Contest. Dann präsentierten sie drei Fernsehsendungen zu folgenden Inputs: „Mit einem Patschen im Stau“, „Warum hast du das getan?“ und „Echtzeitüberweisung kostet dem Kunden viel Geld“. Zum Schluss gab es ein Interview mit einem Brauchtumsforscher über einen alten, vielfach vergessenen Brauch, das Brennsupp Essen am Karfreitag, zubereitet mit einer Brotgramml. Vom Publikum kam immer wieder großer Applaus und es gab viel zu lachen. (hzg)