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Prad/Biotop Prader Sand

Schutzprojekt Flussregenpfeifer

veröfftl. am 15. April 2026

In der Prader Sand wurde das Schutzprojekt Flussregenpfeifer vorgestellt.

Der Flussregenpfeifer ist ein kleiner Watvogel, so groß wie ein Spatz. Er brütet auf vegetationsarmen Flächen in Wassernähe, besonders auf offenen Schotterflächen. Er bewohnt natürliche Flussläufe mit Schlamm-, Kies-, Sandbänken und Kiesgruben. Da es nur noch wenige solche Flächen gibt, ist seine Art vom Aussterben bedroht. In Südtirol leben zwischen 6 und 15 Brutpaare. Sie brüten südlich von Bozen, in der Passermündung bei Meran und in der Prader Sand. Aus diesem Grunde hat die Umweltschutzgruppe Vinschgau, zusammen mit dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz sowie der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz das Schutzprojekt Flussregenpfeifer in der Prader Sand gestartet. Am 28. März gab es dort nach einer ornithologischen Wanderung eine Vorstellung des Gemeinschaftsprojektes, wobei alle Projektpartner und auch Behörden und Gäste geladen waren. Josef Gruber, der Vorsitzende der Umweltschutzgruppe Vinschgau und Rudolf M. Maurer, Biotoppate in der Prader Sand, begrüßten die Gäste und erläuterten das Projekt. Valentin Schroffenegger vom Amt für Natur der Außenstelle Meran, erklärte die Bedeutung des Biotops Prader Sand als Lebensraum für ganz seltene Tiere, Insekten und Pflanzen, auch als Brutraum für Zugvögel, die auf der roten Liste ganz oben stehen, wie der Flussregenpfeifer. Durch die Klimaerwärmung sind diese Tiere noch mehr gefährdet, aber auch der Mensch kann besonders in der Brutzeit die Ruhe dieser Tiere stören. Das Biotop Prader Sand ist rund 26 ha groß und einzigartig im Alpenraum, so Schroffenegger. Barbara Folie, die Stationsleiterin der Forststation Prad, meinte, dass die „Sand“ zu den schönsten Flecken zählt, mit einem weiten Rundblick auf die umliegenden Wälder und Gletscher. Der Forstbehörde geht es in erster Linie nicht darum zu strafen, sondern aufzuklären und zu sensibilisieren. Patrick Egger von der Arbeitsgemeinschaft für Vogelschutz, Simon Ferrara vom Dachverband und BM Rafael Alber unterstrichen die Besonderheit dieses Gebietes und betonten wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zum Gelingen dieses Schutzprojektes ist. (hzg)