Pfluagziachn und Knödlessen
Das gibt es nur in Stilfs und nur alle zwei Jahre am Faschingssamstag: Pfluagziachn und Knödlessen. Das leichte Schneetreiben am 14. Februar konnte den Faschingsbrauch, seit 1991 wieder mit viel Engagement betrieben, nicht abwürgen. Rund 40 aktiv Beteiligten treffen sich vor 12 Uhr im Osten des Dorfes, stellen sich auf und warten auf den Schlag der Kirchenglocke. Anschließend wird es still, der Bauer nimmt den Hut ab, begrüßt alle, beginnt mit dem Angelusgebet und gibt dann mit dem Spruch „Norr lossmars wieder lous gean“ das Startzeichen. Dann bewegt sich der Zug und das einmalige Straßentheater beginnt. Der Bauer führt den Pflug, das Symbol der Fruchtbarkeit. Dieser wird vom Schimmel und sechs „Öchslen“ gezogen. Neben dem Bauern geht die Bäuerin und die ganzen Bauersleut, die Sesshaften: Altbauer, Altbäuerin, Knecht und Dirne, Sämann, Drescher, Jäger, Doktoren, Totengräber und dann die fahrenden Handwerker und Händler, das Gesindl, die Fremden: Zusseln, Pfonnenflicker, Tabakverkäufer, Vogelhändler und Scherenschleifer. Die beiden Gruppen, die Einheimischen und die Fremden, streiten sich und treten in Interaktion mit den vielen Zuschauern. Es geht durch die Straßen und Gassen bis zum Kirchenplatz. Zum Abschluss gibt es dort das Knödelstehlen und das gemeinsame Knödelessen, bis alles fertig ist.