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Naturns

Neuer Wohnraum

Der Gemeinderat von Naturns hat bei seiner letzten Sitzung drei Beschlüsse aus dem Bereich der technischen Dienste gefasst, welche neuen Wohnraum in unterschiedlichen Angeboten zulassen.
veröfftl. am 08. Juli 2026

Das Mehrgenerationenwohnen am Etschufer schafft in Naturns für Ansässige neuen Wohnraum mit einem innovativen Konzept.

Ganz nach dem politischen Programm hat der Gemeinderat für drei wesentliche Wohnbauformen erste Schritte gesetzt. „Naturns achtet auf ein organisches Wachstum, das sich aus den natürlichen Wachstumsraten der Bevölkerung und dem damit verbundenen Wohnungsbedarf ableitet. Gleichzeitig legen wir aber auch Wert darauf, leistbaren Wohnraum anzubieten“, unterstreicht BM Zeno Christanell. Nach dieser Vorgabe wurde im Zuge der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogrammes der Bedarf festgelegt.
In diesem Sinne gab der Gemeinderat kürzlich grünes Licht für die Erhöhung des Gebietsbauindexes beim sozialen Wohnbau im Schlossweg um 2400 m³. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass auf den vorhandenen Freiflächen weitere 8 bis 9 Wohnungen errichten werden können. „Der Bedarf an sozialen Mietwohnungen ist vorhanden, es gibt derzeit 27 Anträge, welche die Voraussetzungen erfüllen. Deshalb stellen wir dem Institut für den sozialen Wohnbau des Landes Südtirol diese Möglichkeit zur Verfügung und hoffen, dass eine Umsetzung baldmöglichst erfolgt“, erklärt Sozialreferent Florian Gruber. Ebenfalls breite Zustimmung der Rätinnen und Räte gab es für den Durchführungsplan für die erste neue Mischzone am Etschufer. Der Bebauungsvorschlag sieht bei einem verbaubaren Volumen von 2.006 m³ insgesamt 12 Wohnungen vor, welche alle für die Errichtung von Wohnungen für Ansässige im Sinne von Art. 39 LG 9/2018 vorgesehen sind. „Zusätzlich wird bei der Grundrissgestaltung besonderer Wert auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gelegt. Die Wohnungen sind so konzipiert, dass bei Bedarf einzelne Einheiten zusammengelegt werden können. Dadurch besteht die Möglichkeit, durch Zusammenlegung eine größere Wohneinheit zu schaffen oder Wohnräume individuell an veränderte Lebenssituationen anzupassen. Diese Modularität ermöglicht es, auf spezielle Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zu reagieren. Das Gebäude bleibt dadurch langfristig nutzbar und kann sich im Laufe der Zeit an unterschiedliche Anforderungen und Lebensphasen anpassen“, steht im Konzept des Naturnser Architekturbüros Lesina Debiasi.
Erstmals beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem neuen Modell der Wohnungen mit Preisbindung gemäß Art. 40 LG 9/2018. Die Gemeinde Naturns hat im Wege einer öffentlichen Interessensbekundung solche Wohnungen ausgeschrieben. Für ein erstes Projekt in der St. Prokulusstraße wurde jetzt die Umwidmung eines Mischgebietes eingeleitet. Die beantragte Umwidmung in Mischgebiet ermöglicht eine zweckgebundene volumetrische Anpassung, innerhalb derer ein Teil der vorgesehenen Wohnflächen als Wohnungen mit Preisbindung realisiert wird. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Deckung des öffentlichen Bedarfs an leistbarem Wohnraum. Tatsächlich sehen die Durchführungsbestimmungen vor, dass von der zulässigen Baumasse von 3427,50 m³ (davon sind 1935,76 m³ bereits Bestand), 2996,50 m³ für die Errichtung von Wohnungen für Ansässige verwendet werden, wovon mindestens 1.000 m³ für die Errichtung für Wohnungen mit Preisbindung vorzusehen sind. Daraus ergeben sich vier Wohnungen, welche schlüsselfertig für den durchschnittlichen Verkaufspreis von 3.300.- € brutto pro Quadratmeter Konventionalfläche laut Art. 2, Abs. 1 des D. LH Nr. 42/1999 verkauft werden müssen.