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Graun

Musical setzt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ein Denkmal

veröfftl. am 05. August 2026

KVW-Verantwortliche vor der Musicalaufführung „Weiße Rose“ im Festspielhaus Neuschwanstein bei Füssen v. l. Andrea Frank, Maria Luise Folie, Verena Tscholl und Irmhild Eller

Die KVW Ortsgruppe Graun hat für das laufende Jahr für ihre Aktivitäten das Motto Frieden gewählt, ein Thema, das viele Menschen in der aktuellen Weltlage sehr beschäftigt. In diesem Zusammenhang organisierte das Organisationskomitee des KVW mit Andrea Frank, Maria Luise Folie, Irmhild Eller, Renate Stecher und Rosmarie Steiner kürzlich eine Tagesfahrt zum Musical „Weiße Rose“ in Füssen. Das Musical war im Juni 2025 im Festspielhaus uraufgeführt worden und erhielt in sieben Kategorien den Deutschen Musical Theater Preis 2025. Die „Weiße Rose“ ist eine der bekanntesten deutschen Widerstandsgruppen aus München um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Die Gruppe kämpfte in den Jahren 1941/42 unter anderem mit Flugblättern gegen den menschenverachtenden Terror des nationalsozialistischen Regimes. Die jungen Widerstandskämpfer wollten aufrütteln und appellierten aus humanistischen Motiven an die Verantwortung jedes Einzelnen. Sie setzten sich für Freiheit und Gerechtigkeit ein. Die Gruppe wurde von einem Nazi-Spitzel denunziert. Viele der jungen Leute, darunter die Geschwister Scholl, wurden 1943 hingerichtet. In der heutigen Zeit, in der sich rechtes Gedankengut zunehmend verbreitet und immer mehr Gehör findet, ist eine Auseinandersetzung mit den Gräueln des Nationalsozialismus und seiner Schreckensherrschaft wichtiger denn je. Denn die Geschichte könnte sich angestachelt von populistischer Lügenhetze wiederholen. Das Musical „Weiße Rose“ zeigt auf berührende Weise, dass es junge Menschen gab, die sich der Diktatur widersetzten, die nicht wegschauten und die für ihre Überzeugungen sogar ihr Leben aufs Spiel setzten. Dass in den Gesichtern vieler Musicalbesucherinnen und Besucher abschließend Tränen schimmerten, machte die gelungene und tiefgreifende Inszenierung des Themas deutlich. (mds)