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Glurns/Palabira Tage

Morgenerwachen – Liebe, Lust und Palabiir

veröfftl. am 30. September 2026

Morgenerwachen: bei der literarisch, musikalischen Morgenwanderung las Christof Anstein Texte über die Liebe, musikalisch umrahmt von der Goldeggmusi. Zum Abschluss gab es ein großartiges Frühstück unter einem Palabirabaam im Anger von Pia und Karl Hofer

Die Vinschger Palabira Tage in Glurns sind eine Liebeserklärung an die Palabiir, an die Landschaften des oberen Vinschgaus und an Glurns. Das meinte Christof Anstein am 13. September um 7 Uhr in der Früh in der Frauenkirche in Glurns. Es war der Auftakt zum Morgenerwachen, ein musikalischer, literarischer Spaziergang am Sonntagmorgen im Rahmen der Vinschger Palabiratage, die vom 5. bis 20. September in Glurns stattfanden. Es war bereits die 17. Morgenwanderung, konzipiert und umgesetzt von Christof Anstein und organisiert vom OK Palabir. Nach einer musikalischen Einstimmung in der Frauenkirche durch die Goldeggmusi und einem besinnlichen Text aus dem Korintherbrief von Apostel Paulus über das Hohe Lied der Liebe, brachen die rund 40 Personen auf zu einer Wanderung entlang der Glurnser Stadtmauern. Zuerst führte die Wanderung innerhalb der Stadtmauer und anschließend vorbei an vielen Gärten und alten Bäumen außerhalb der Stadtmauer. Auf diesem 2-stündigen Rundweg mit insgesamt 10 Stationen gab es immer wieder Musik der vier Musiker:innen der Goldeggmusi aus Mals, mit Bernadette Kathrein (Harfe), Gernot Niederfriniger (Harfe und Akkordeon), Peter Moriggl (Trompete) und Myriam Tschnenett (Klarinette). Das Thema der diesjährigen Wanderung war die Liebe, die Lust und die Leidenschaft. Die alten Griechen kannten drei Formen der Liebe: Agape, die selbstlose, die aufopfernde Liebe, Philia, die freundschaftliche Liebe und Eros, die leidenschaftliche, die sinnliche Liebe. Christof Anstein rezitierte Gedichte aus dem mittelalterlichen Minnegesang, aus der Nibelungensage, aus Tristan und Isolde, ein Gedicht von Walther von der Vogelweide und von Oswald von Wolkenstein. Er spielte die verschiedenen Rollen aus einem Theaterstück von Vigil Raber, in welchem der Vater seine Töchter verheiraten will. Zum Abschluss gab es ein reichhaltiges Frühstück im Anger von Pia und Karl Hofer, zubereitet vom OK Palabir. Unter einem 150 Jahre alten Palabirnbaum genossen die Teilnehmer:innen das Frühstück und die Morgensonne. (hzg)