Miar kemman weitr…
Peter Pfeifer, Rafael Alber, Martin Andres, Petra Pohl, Matthias Hofer, Ivo Khuen-Belasi, Magdalena Khuen-Belasi
Unter den applaudierenden Anwesenden waren Graf Ivo Khuen-Belasi mit seiner Tochter Magdalena, BM Rafael Alber, Gemeindereferent Matthias Hofer, Gemeindereferent und Direktor Tourismusverein Peter Pfeifer, Georg Stecher für die Raiffeisenkasse Prad-Taufers, sowie die beiden Urgesteine Albrecht Ebensperger und der ehemalige Kuratoriums-Präsident Arch. Kurt Stecher.
„Miar kemman weitr“, war auch der Grundton, der in den Tagesordnungspunkten und in der allgemeinen Stimmung widerhallte. Und tatsächlich geht vieles weiter im Schloss!
Ein großer Schritt ist die Finanzierung der Verglasung der Schießscharten und sonstigen Öffnungen im Rondell durch die Raiffeisenkasse Prad-Taufers. Dies macht die geplante Unterbringung des Museums im Rundturm erst möglich. Daher ging ein großer Dank an die Raiffeisenkasse Prad-Taufers.
Mit besonderer Freude wurde ein Ausschnitt aus dem Film von Roland Rieder aufgenommen. Der ehemalige Prader wollte ursprünglich für Privatzwecke einen kleinen Erinnerungsfilm drehen. Herausgekommen ist ein gelungener Dokumentarfilm, der über 40 Minuten lang in eindrucksvollen Bildern vom Schloss und seiner Geschichte erzählt.
Dringende Punkte auf der Tagesordnung waren die Sicherungsmaßnahmen und Beschilderung. Auch sollen die noch vorhandenen Fresken restauriert und die beeindruckende Vorzeichnung des Reigentanzes fixiert werden. Wichtige Informationen dazu kamen vom ehemaligen, auf Restaurationen spezialisierten, Baumeister Albrecht Ebensperger, der nicht nur mit seiner enormen Erfahrung und Expertise, sondern auch mit tatkräftiger Unterstützung und Maurerkelle unermüdlich am Schloss arbeitet.
Ein großer Dank ging an die Gemeinde Prad, den Forstdienst und den Nationalpark Stilfserjoch, für die gute Zusammenarbeit und wohlwollende Unterstützung. Die Arbeiter der Forststation Prad nahmen kürzlich eine große, aufwändige Ausholzung vor. Diese wurde sensibel und mit Rücksicht auf mehrere Aspekte ausgeführt. Darunter sind z.B.: die Stabilität des Schlosshügels, das künftige Erscheinungsbild des Schlosses in seiner Umgebung und nicht zuletzt der seltene Vinschger Trockenrasen mit seinem Steppengras zu nennen. In weiteren Arbeiten wird der Forstdienst zusammen mit der Gemeinde einen Brunnen errichten und somit das leidige Wasserproblem auf dem Schloss lösen. Auch der Bürgermeister lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Ihm und der Gemeinde Prad ist nicht nur für die zuverlässige und großzügige finanzielle Unterstützung zu danken, sondern auch für das Interesse und das Verständnis für das Schloss Lichtenberg als geschichtliches Juwel, das durch ganz viel Herzblut, Tatkraft, Zusammenarbeit und Unterstützung in unsere Zeit und in künftige Zeiten gerettet wird.
Das wäre natürlich ohne die LEADER und INTERREG Programme und dem Landesdenkmalamt undenkbar, die zu großen Teilen die Finanzierung der verschiedenen Projekte trugen und tragen. Dennoch – es ist und bleibt eine Herkules-Aufgabe, die unzähligen Löcher der Ruine zu stopfen und dem Skelett aus Mauern die alte Würde und neuen Glanz wiederzugeben. Dafür braucht es ganz viel Einsatz, Geduld und Fantasie. Das alles haben die Menschen, die am Samstag dabei waren, ihre Vorgänger und alle, die zum Gelingen beitragen. Große Ziele brauchen kleine Schritte und von daher: Miar kemman weitr!
TIPP: Von Frühjahr bis Herbst werden im Schloss (nicht nur für Touristen) interessante Führungen angeboten. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dabei willkommen. Infos im Tourismusbüro.