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Latsch/Tarsch - E-Werk Ramini

„Unsere beste Milchkuh“

veröfftl. am 05. August 2026

Ingenieur Stefan Wallnöfer (Bildmitte) von Patscheider&Partner erläutert die ERtüchtigungen am Kraftwerk Ramini

7,7 Millionen Kilowattstunden wirft das E-Werk Ramini im Schnitt pro Jahr ab. Das E-Werk Ramini gehört der Gemeinde Latsch und die Verwalter dort haben einen große Freude mit dem Geld abwerfenden E-Werk. Zudem ist der mit Wasserkraft erzeugte Strom nachhaltig, weil regenerativ und deshalb CO2-frei. „Das Werk ist wichtig. Es ist unsere beste Milchkuh“, fasste es der Latscher BM Mauro Dalla Barba bei der Ratssitzug am 27. Juli knackig zusammen. Damit das so bleibt, trifft man in Latsch Vorbereitungen. Weil das E-Werk vor 40 Jahren gebaut worden ist, sind die Maschinenteile in die Jahre gekommen und die Ersatzteile sind so gut wie aufgebraucht. Deshalb haben die Latscher das Malser Ingenieurbüro Patscheider&Partner beauftragt, einen Blick in die E-Werkszentrale und auf die Maschienenteile zu werfen und Vorschläge zu machen, wie man das veraltete System erneuern könnte. Der Ingenieur Stefan Wallnöfer, der sich seit gut 14 Jahren auf Anlagentechnik spezialisiert hat, hat den Latscher Gemeinderäten erläutert, wie es um das Kraftwerk Ramini steht und wie das Kraftwerk ertüchtigt werden kann. Wallnöfer attestiert der Anlage einen gepflegten Zustand. Allerdings seien wesentliche Elemente an ihr technisches Lebensende angekommen. Mit umfassender Fotodokumentation und eingehenden Erläuterungen empfiehlt Wallnöfer den Austausch des Generators, den Austausch und die Moderniseierung der gesamten elektrischen Infrastrukur, der Steuerung und der Leittechnik und den Austausch einzelner hydraulischer und mechanischer Elemente. Ziel sei die Sicherstellung des Kraftwerksbetriebes und vor allem die Vermeidung von ungeplanten Stillständen.
Das Unterfangen kostet in Summe um die 1,1 Millionen Euro. „Das müssen wir mit Eigenmitteln schultern“, sagte Dalla Barba nicht ohne Hinweis auf Artikel-3-Gelder. Angegangen werden soll der Austausch lieber heute als morgen. Wallnöfer schätzt den Stillstand des E-Werkes für die Umrüstung auf rund 3 Monate. Allerdings könne die Lieferzeit für bestimmte Anlagenteile durchaus bis zu 8 Monate betragen. Die vorausschauende Dringlichkeit teilten die Gemeinderäte und genehmigten die Umbauarbeiten einstimmig. (eb)