Die Hunde sind seine wichtigsten Mitarbeiter
Toni Pfeifer aus Tschengls auf der „Kircheralm“ im Zerzertal mit seinen wichtigsten Helfern, den Hunden Marlowe und Spot
Toni Pfeifer aus Tschengls ist Hirte aus Leidenschaft. Und er versteht sein Geschäft. Den besten Beweis dafür erbrachte er im Sommer 2025 in Scuol in der Schweiz. Dort hütete er 850 Schafe neben zwei Wolfsrudel und verlor kein einziges Tier. Gelungen ist das dank guter Lenkung der Tiere mit seinen geschulten Hunden und durch die Koppelhaltung. „Das was in den Schweizer Bergen geht, funktioniert auch bei uns hier, wenn man es richtig macht“, sagt er. Im heurigen Sommer hütet er 200 Schafe, 180 Ziegen und 18 Rinder im Zerzertal. Er hat sich in der „Kircheralm“ unterhalb der „Oberdorfer Alm“ eingerichtet. Die beiden Border Collie, der achtjährigen Marlowe und der fünfjährige Spot, sind seine besten Mitarbeiter. „Viele verstehen nicht, dass beim Hüten ein gut ausgebildeter Hund der Wichtigste ist“, betont er. „Wichtig ist auch: der Hirt muss das Vieh lesen können, und es muss Vieh schonend gearbeitet werden“. Toni und seine Hunde beginnen ihre Runden täglich um 5.00 Uhr morgens. Er legt bis zu 15 Kilometer zurück, um alle Tiere im Blick zu haben und sie dahin zu leiten, wo er sie haben will. Seine Hunde machen dabei dreimal so viele Kilometer wie er und brauchen dann gutes Futter und viel Ruhe zur Erholung. Trotz allgemeiner Trockenheit ist die Weide im Zerzertal heuer noch in einem recht guten Zustand. Einen Unterschied zum Hüten hier und in der Schweiz hat er festgestellt. „Die Schafe hier müssen erst lernen, dass sie gehütet werden“, erklärt er. Ein Wolf ist ihm im Zerzertal bisher noch nicht in die Quere gekommen, auch kein Bär. „Mit dem Wolf habe ich kein Problem, ein Problem habe ich mit den Wolfsbefürwortern“, meint er. Denn es gehe nicht um das Ausrotten, was schlichtweg nicht mehr möglich sei, sondern um eine Regulierung mit notwendigen Abschüssen, damit die Almwirtschaft überleben kann. (mds)