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Sta. Maria/Val Müstair

Flachs-Brächete: Tradition erleben, Neues entdecken

veröfftl. am 28. Oktober 2026

Die Tessanda hat ihre Türen geöffnet, es wurde gewebt, gestickt und geklöppelt. Im Garten und im Stadel wurde der Weg des Flachses, vom Brechen bis zum Spinnen, nachgezeichnet

Trotz regnerischen Herbstwetters zog die Flachs-Brächete bei der Handweberei Tessanda in Sta. Maria Val Müstair zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. «Bei Sonne wären wir wandern gegangen. So geniessen wir eben dieses einmalige Erlebnis», schmunzelte ein älterer Herr. Ein Gast aus der Region Zürich zeigte sich begeistert vom Tessanda-Laden: «Wie eine wunderbare Blume – farbig, frisch und einfach schön!»
Bei den Vorführungen zur traditionellen Flachsverarbeitung lauschte das Publikum gebannt. Kaum waren die Demonstrationen beendet, folgte eine Frage auf die nächste. Ob Riffeln, Brechen, Hecheln, Bleichen, Spinnen, Sticken, Weben oder Besenbinden – das Interesse am alten Handwerk war gross.
Auch Überraschendes gab es zu entdecken: «Ein wenig peinlich, aber ich wusste tatsächlich nicht, dass Leinsamen von der Lein- oder Flachspflanze stammen!», gestand eine Besucherin. Die Brächete vermittelte nicht nur Wissen über Flachs als Faserlieferant, sondern auch über Leinsamen als wertvolles Lebensmittel, reich an Omega-3-Fettsäuren.
Die Flachs-Brächete findet jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober statt. Die Veranstalterin Tessanda begeistert das Publikum dabei mit traditionellem Handwerk, spannenden Einblicken und vielfältigen Attraktionen.

Hannes Noggler und Andreas Pobitzer haben aufgekocht

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an Ständen wurden Produkte angeboten

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