Zum Hauptinhalt springen
Schlanders/Vinschgau

Europa erleben

Mit dem Ende des Schuljahres blickt das Oberschulzentrum Schlanders auf ein erfolgreiches erstes Jahr als Erasmus+-akkreditierte Schule zurück. Zahlreiche internationale Begegnungen machten Europa für die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erlebbar.
veröfftl. am 22. Juli 2026

Im Rahmen von Erasmus+ wurden drei Gruppenmobilitäten nach Belgien, Frankreich und Spanien sowie erstmals individuelle Kurzzeitmobilitäten in den Niederlanden durchgeführt. Parallel dazu realisierte das Realgymnasium mit Unterstützung der Brost-Stiftung das eigenständige Austauschprojekt „Ruhr Natur“. Jede Schule brachte dabei ihre eigenen Schwerpunkte ein.
Das Sprachengymnasium nutzte den Austausch, um Fremdsprachen dort anzuwenden, wo sie hingehören – im echten Leben. Anfang Februar waren die spanischen Schülerinnen und Schüler in Schlanders zu Gast, Ende März reisten die Jugendlichen nach Spanien und Frankreich. Während in Spanien Minderheitensprachen und regionale Identität im Mittelpunkt standen, erlebten die Schülerinnen und Schüler in Frankreich bei einer Simulation der UNO-Generalversammlung Demokratie und internationale Zusammenarbeit hautnah.
Technik und Nachhaltigkeit verband die Technologische Fachoberschule in ihrem Projekt zum „Circular Design“. Während der Projektwoche in Belgien entwickelten die Schüler erste Ideen, besuchten einen Kunststoffhersteller und setzten sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Küstenlandschaft auseinander. In Schlanders wurden die Entwürfe anschließend weiterentwickelt: Von der Planung über die CNC-Programmierung bis zur Fertigung einer Dosenpresse entstand ein gemeinsames Produkt.
An der Wirtschaftsfachoberschule drehte sich alles um die Europäische Union. Nach dem Besuch der belgischen Schülerinnen und Schüler im Januar reiste die Gruppe im Februar nach Brüssel. Besuche des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und weiterer EU-Institutionen vermittelten Einblicke in die europäische Politik und ihre Bedeutung für den Alltag junger Menschen. Gleichzeitig förderte der Austausch das interkulturelle Lernen und das Verständnis für die Vielfalt Europas. Ganz im Sinne des Erasmus+-Gedankens erfolgte die Anreise umweltfreundlich mit dem Bus und der Bahn.
Auch das Realgymnasium blickt auf ein besonderes Austauschjahr zurück. Im Projekt „Ruhr Natur“ verglichen die Jugendlichen den alpinen Natur- und Bergraum Südtirols mit dem industriell geprägten Ruhrgebiet und dessen Entwicklung. Nach dem Besuch in Dortmund führte der Gegenbesuch im Mai zunächst nach Schloss Trauttmansdorff, anschließend ins Messner Haus in Sexten, wo die Projektpaten Reinhold und Diane Messner die Gruppe empfingen. Den Abschluss bildeten zwei Tage auf der Berghütte Maseben mit Wanderungen, dem Besuch der Sternwarte und Workshops rund um Natur, Nachhaltigkeit und den alpinen Lebensraum. Erstmals wurden in diesem Schuljahr auch individuelle Kurzzeitmobilitäten durchgeführt. Anders als bei Gruppenprojekten reisen dabei einzelne Schülerinnen und Schüler alleine an eine Partnerschule, besuchen dort für mindestens zehn Tage den Unterricht und leben in einer Gastfamilie. Zwei Schülerinnen des Realgymnasiums reisten nach Ridderkerk bei Rotterdam. Im Anschluss kamen ihre niederländischen Austauschpartnerinnen für zehn Tage nach Südtirol.
Mit den zahlreichen Mobilitäten und internationalen Begegnungen hat das OSZ Schlanders den Grundstein für eine langfristige europäische Zusammenarbeit gelegt. Die Vorbereitungen für das kommende Schuljahr laufen bereits auf Hochtouren: Schon im Herbst werden neun Schülerinnen und Schüler individuelle Kurzzeitmobilitäten in Spanien, Frankreich und den Niederlanden absolvieren. Darüber hinaus sind weitere Gruppenmobilitäten geplant. Auch für die Lehrpersonen stehen Job-Shadowings an Partnerschulen auf dem Programm und bringen neue Impulse für Unterricht und Schulentwicklung am OSZ Schlanders.