Zum Hauptinhalt springen

Bunker 23 / Tartsch

Zu Besuch bei Philip Silvestro Geier

von Peter Tscholl
veröfftl. am 17. Februar 2026

Silvestro Geier bei der Arbeit an dem Bild Schafe; Foto: Othmar Prenner

Philip Silvestro Geier zeigte schon bei der letztjährigen Ausstellungstrilogie “FOLK” im Bunker 23 einige seiner Malereien. Seit November 2025 ist der Bunker sein temporäres Atelier. Othmar Prenner, der Besitzer des Bunkers 23, erzählt, dass der Betonbau nun auch im Winter nutzbar sei, da dieser beheizt werden kann. Die autarke Heizanlage und Stromerzeugung mittels der Sonne ist mittlerweile ein Forschungsprojekt einer Münchner, einer österreichischen sowie von zwei einheimischen Firmen geworden. Somit kann der Bunker auch in Zukunft in den Wintermonaten für junge Künstler als ART in Residenz genutzt werden.
Philip Silvestro Geier ist 2003 in Bozen geboren, aufgewachsen in Leifers und hat heute seinen Wohnsitz in Neumarkt. Kunst war in der Familie schon immer ein Thema, seine Eltern sind Musiker. Mit den Jahren ist auch bei Philip das Interesse für Kunst stetig gewachsen. Heute dreht sich bei ihm alles nur noch um die Malerei. Der junge Künstler hat sich voll und ganz für diesen Weg entschieden. Beim Betreten des Bunkers wird man überrascht von einem Bild auf einer großformatigen Leinwand. Für Philip ist es eine Schafsherde mit Wachhunden, man könnte aber auch Wölfe oder Fabelwesen darin erkennen. Geier arbeitet mit Acrylfarben und Kohle auf loser, nicht wie üblich auf Keilrahmen gespannter Leinwand. Er selbst beschreibt sich als still und träumerisch, seine Werke als dunkel, märchenhaft und lebendig.
Der Künstler erzählt: “Ich nehme alles auf, was um mich herum geschieht, wie ein Schwamm, der alles aufsaugt, und schaffe mir daraus meine eigene Welt. Sicherlich spielt dabei auch meine Kindheit eine Rolle. Ich erinnere mich daran, wie mir meine Oma am Bett immer Märchen zum Einschlafen vorgelesen hat. Im Anschluss hat sie mir jeweils eine Botschaft vermittelt, die sich aus den Erzählungen herleiten ließ. In dieser Art von Erinnerungen entstehen heute teilweise meine Bilder“.
Philip Silvestro Geier ist Autodidakt und dabei seinen eigenen, künstlerischen Stil zu entwickeln.
Othmar Prenner, Wegbegleiter und Unterstützer von Philip, sagt: “Es ist eine Freude, mit ihm zu arbeiten. Philip wird bestimmt seinen eigenen Weg gehen”. Auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünsche, antwortete Philip ganz bescheiden: “Zufrieden sein!”

Rotes Haus, rechts: Acryl und Kohle auf Leinwand; Foto: Othmar Prenner

Rotes Haus, rechts: Acryl und Kohle auf Leinwand; Foto: Othmar Prenner