40 Jahre Slaranusa – 60 Jahre Lebenshilfe
Podiumsgespräch: v. l.: Sara Gamper, Devid Platzgummer, Sieglinde Gufler, Claudia Dietl, Carmen Daniel und Martin Nagl
Kuntner konnte bei der Feier neben Klienten und Mitarbeitern, auch ehemalige Mitarbeiter, Angehörige, Gönner und Freiwillige, sowie die Sozialreferentinnen Kunhilde von Marsoner aus Schlanders und Gerda Gunsch aus Latsch, Roland Schroffenegger, den Präsidenten der Lebenshilfe, Karin Tschurtschenthaler, die Direktorin der Sozialdienste und die ehemaligen Präsidenten der Lebenshilfe Vinschgau, Hermann Schönthaler und Dieter Pinggera begrüßen. Schroffenegger und Marsoner betonten in ihren Grußworten, dass hier ein Ort der Begegnung und des Miteinander entstanden ist, mit einer festen Grundhaltung: jeder gehört dazu und hat seinen Platz in der Gesellschaft. In zwei Podiumsgesprächen, moderiert vom Bereichsleiter Martin Nagl, wurde einmal in die Vergangenheit zurückgeblickt und dann die Gegenwart beleuchtet. Robert Kaserer erzählte über die Anfänge, als die Behinderten ausgegrenzt, abgeschoben und teilweise Zuhause versteckt wurden. Durch die Hilfe der Dorfpfarrer konnten die einzelnen Personen erfasst werden. Später wurden die Eltern zu Fachvorträgen eingeladen und lernten den Umgang mit den Behinderten. Das Ziel war es etwas zu tun und die Behinderten aus der Isolierung herauszuholen, wenn man auch nicht wusste wie, so Kaserer. Man entschied, eine Werkstätte und ein Heim zu bauen. Es gelang einen Grund in guter Lage in Schlanders zu erwerben und am 17. März 1986 konnte die Werkstätte eröffnet werden. Herbert Telser, Betreuer in den Werkstätten und Georg Horrer, der langjährige Bereichsleiter, erzählten über die schwierigen Anfänge, aber auch über die gute Zusammenarbeit und über so manchen Streich. Emma Pinzger, Leiterin der Tagesstätte und des Bereichs Wohnen, erzählte über die Umstellung auf kleine Wohngemeinschaften und das Zusammenleben in familiennahen Gemeinschaften. Peter Paul Schalber, der zuerst in der Werkstätte in Tschengls und Prad betreut und begleitet wurde, erzählte von seiner Arbeit in der Tischlerei. Im zweiten Podiumsgespräch berichteten die Betreuerinnen Claudia Dietl und Sara Gamper über die Wohnsituation heute und die Arbeiten in den verschiedenen Werkstätten. Sieglinde Gufler erzählte aus der Sicht eines Elternteils und über die Erfahrungen als Mitarbeiterin im Vorstand. Carmen Daniel, Mitarbeiterin der Firma Hoppe, berichtete über die langjährige und sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Firma Hoppe und der Lebenshilfe. Diese Kooperation hat sich zu einem landesweiten Vorzeigeprojekt der Inklusion entwickelt. Devid Platzgummer berichtete über seine Tätigkeiten in der Gemeindegruppe beim Aufräumen der Parkanlagen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Lorena Habicher, Lukas Graiss und Sarah Tomasini. Nach den Reden und Gesprächen gab es ein schönes Buffet und eine Führung durch das Haus.
Podiumsgespräch: v.l.: Emma Pinzger, Georg Horrer, Peter Paul Schalber, Herbert Telser, Robert Kaserer und Martin Nagl