Auf Transitprotest reagieren:
Öffi-Ticket für ganz Tirol deutlich billiger machen!
„Wenn wir wollen, dass mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen, dann müssen wir den öffentlichen Verkehr attraktiver und vor allem leistbarer machen. Auf Initiative der Süd-Tiroler Freiheit hat die Europaregion Tirol mit dem grenzüberschreitenden Euregio-Ticket bereits einen wichtigen Schritt gesetzt. Jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen und dieses Ticket für die Bürger deutlich günstiger machen“, erklärt Knoll.
Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit forderte die Vertreter der Europaregion Tirol auf, umgehend zu prüfen, welche Fördermittel direkt bei der Europäischen Union beantragt werden können, um ein grenzüberschreitendes Mobilitätsprojekt für ganz Tirol zu finanzieren. Gerade die Europäische Union stellt erhebliche Mittel für Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Verfügung.
Darüber hinaus schlug Knoll vor, die Finanzierung des Projektes durch eine moderate Erhöhung der Nächtigungsabgabe um einen Euro pro Übernachtung in der gesamten Europaregion zu prüfen.
„Allein in Tirol, Süd-Tirol und Welsch-Tirol werden jährlich mehr als 100 Millionen Nächtigungen verzeichnet. Ein zusätzlicher Euro pro Übernachtung könnte jedes Jahr über 100 Millionen Euro für einen gemeinsamen Mobilitätsfonds einbringen. Dieses Geld könnte direkt dafür verwendet werden, das Euregio-Ticket deutlich günstiger zu machen, neue Verbindungen auszubauen und den öffentlichen Verkehr für Einheimische und Gäste attraktiver zu gestalten“, so Knoll.
Nach Ansicht des Landtagsabgeordneten Sven Knoll würde eine solche Lösung gleich mehrere Probleme gleichzeitig angehen: Die Bevölkerung würde finanziell entlastet, der öffentliche Verkehr gestärkt und gleichzeitig ein Beitrag zur Verringerung des Transit- und Individualverkehrs im Alpenraum geleistet.
Ein weiteres Anliegen Knolls betrifft die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen über den Brenner. Trotz durchgehender Zugverbindungen ab 2027 wird es auch weiterhin noch Fahrtunterbrechungen und somit unnötige Wartezeiten am Brenner geben, um dort einen Personal- und Lokführerwechsel durchzuführen.
„Im Herzen Tirols darf es keine künstlichen Grenzen auf der Schiene mehr geben. Wenn Züge von Innsbruck nach Bozen oder Trient fahren, dann müssen diese Verbindungen künftig ohne Lokführer- und Personalwechsel am Brenner möglich sein. Die Europaregion muss sich gemeinsam dafür einsetzen, die noch bestehenden bürokratischen und organisatorischen Hürden endlich zu beseitigen“, fordert Knoll.
Die Europaregion müsse für die Menschen spürbare Vorteile schaffen. Ein leistbares grenzüberschreitendes Öffi-Ticket und moderne, durchgängige Bahnverbindungen seien konkrete Maßnahmen, die den Alltag der Bürger verbessern und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für Umwelt, Lebensqualität und das Zusammenwachsen Tirols leisten würden.
Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit