Reisebericht
Vom Vinschgau nach Afrika und wieder zurück
Es war eigentlich schnell entschieden. Als sich die Möglichkeit bot, zusammen mit der Hilfsorganisation des Hörgeräteherstellers GN ReSound und der „World Medical Aid“ nach Afrika zu gehen, habe ich gleich zugesagt. Sechs Impfungen später und mit neuem Pass sind wir abends nach einer anstrengenden Reise am 23. November in Bonoua angekommen.
Bereits am nächsten Tag in der Früh haben uns im Wartebereich (im Freien) circa 50 Menschen erwartet, die teils die Dienste der mitgereisten HNO-Ärztin in Anspruch genommen haben, aber auch Hörtests machen wollten und Hörgeräte erhalten haben. Es war jeden Tag anstrengend, weil ich nicht gut französisch spreche, also mit Händen und Füßen, aber auch ohne große Worte konnte man das Glück in den Gesichtern der Menschen erkennen, nachdem sie wieder etwas hören konnten. Kinder, aber auch einige Erwachsene, konnten dank der mitgebrachten aufladbaren Hörgeräte wieder hören.
Wir hatten auch die Möglichkeit am Abend, nach getaner Arbeit, kurz die Gegend zu erkunden. Die Armut und die Einfachkeit, in der die Menschen da leben, ist unbeschreiblich. Aber trotz allem ist zu erkennen, dass die Menschen zufrieden sind mit dem wenigen, das sie haben.
Am letzten Tag unserer Reise konnten wir noch das Waisenhaus besuchen, das von „World Medical Aid“ finanziert wird. Circa 120 Kinder, vom Baby bis maximal 6 Jahren, finden in diesem Waisenhaus Essen, ein Dach über dem Kopf und ziemlich viel Liebe von den Menschen, die dort arbeiten. Wir durften die ganze Struktur besichtigen und haben die mitgebrachten Spielsachen, Stofftiere und Kinderbücher den Erzieherinnen geschenkt. Eine kleine Abwechslung im Waisenheim, das zwei Stunden weg von der nächsten größeren Ortschaft liegt.
Alles in allem war es eine Reise, die mich etwas glücklicher und vielleicht auch ein bisschen demütiger gemacht hat. Auf alle Fälle werde ich bei nächster Gelegenheit wieder nach Afrika fahren und ein wenig Gehör mitbringen. Wenn Sie zu Weihnachten ein paar Euro für „World Medical Aid“ spenden möchten, wäre vielen Kindern geholfen.
Ich wünsche allen Kunden, Freunden und Lesern und Leserinnen eine schöne Weihnachtszeit!
Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol
PS: Schauen Sie auch auf unsere Homepage und auf Instagram und Facebook, ich werde dort sicher einige Fotos meiner Reise posten!
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