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Vom Wind gefunden

Schwarmintelligenz

Viele einzelne Tiere arbeiten als Schwarm perfekt zusammen, um einem größeren Zweck zu dienen. In der Natur ist die sogenannte Schwarmintelligenz alltäglich und kommt bei verschiedenen Tierarten, z.B. bei Vögeln und Biene, bei Fischen und Ameisen vor. In der Natur bringt die Schwarmintelligenz Vorteile, wenn es um die Beschaffung von Nahrung oder den Schutz der Gruppe vor Fressfeinden und anderen Gefahren geht. Jedes Tier scheint seine Aufgabe zu kennen und zu wissen, was zu tun ist. Diese Schwarmintelligenz oder Gruppenintelligenz ist eine Form des kollektiven Lernens. Können Menschen davon lernen? Die Internetenzyklopädie Wikipedia kann als Beispiel der Schwarmintelligenz gesehen werden. Doch es ist nicht immer so, dass der Schwarm intelligenter ist als die einzelnen Teilnehmer. Forscher der ETH Zürich haben gezeigt, wie schnell der Schwarm verdummen kann. Wenn man die Intelligenz von vielen Menschen in der Praxis nutzen will, ist es wichtig, möglichst viele einzelne Meinungen zu sammeln. Dort, wo Teams sehr divers sind, entstehen die besten Innovationen. Wenn die Schwarmintelligenz zu einer Art Herdentrieb wird, kann das gravierende Folgen haben. Manche Forscher sehen die Übertragung des Begriffs Schwarmintelligenz aus der Tierwelt auf den Menschen kritisch. Sie meinen, dass sich Menschen niemals so verhalten wie Vogel- oder Fischschwärme. Menschen verfallen beim Gruppenverhalten oft dem Herdentrieb.
Die Masse trifft nur dann schlaue Entscheidungen, wenn alle unabhängig voneinander Einzelmeinungen abgeben können und so unterschiedliche Meinungen gefördert werden. (hzg)

Ausgabe 25/2025