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Schlanders/Bibliothek

Klimaplan: lokal handeln, gemeinsam wirken

Zu einer Veranstaltung über den Klimaplan Südtirol 2040 luden am 26. November das Landesamt für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und die KlimaHaus Agentur ein. Es gab Informationen über die Klimaziele und Fördermaßnahmen und konkrete Erfahrungen in den Gemeinden Lana und Naturns.

Nach Grußworten von Christine Kaaserer, der Bürgermeisterin und von Kunhilde von Marsoner, der Gemeindereferentin von Schlanders und von Roselinde Gunsch, Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, erläuterte Alexander Gruber, Ressortdirektor für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, den Klimaplan Südtirol 2040. Die Klimaerwärmung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, deshalb gibt es das Pariser Klimaabkommen von 2015 (COP 21), das Europäische Klimagesetz und Italiens nationalen Plan für Energie und Klima (PNIEC). Die Südtiroler Landesregierung hat 2023 den „Klimaplan Südtirol 2040“ beschlossen. Auch auf Bezirks- und Gemeindeebene wurden Klimapläne verabschiedet und Klimateams eingesetzt. Bis 2040 soll Südtirol klimaneutral sein. Um das zu erreichen müssen die CO2 Emissionen gesenkt und der Anteil der erneuerbaren Energie stark erhöht werden. Besonders in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft, Hausbrand und Industrie müssen die Emissionen gesenkt werden. Gefördert wird eine nachhaltige Mobilität, besonders der Ausbau der Schiene und der Radmobilität, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der Ersatz von fossilen Heizsystemen. Besonders gefördert wird der Ausbau von Photovoltaikanlagen und die energieeffiziente Sanierung von Gebäuden. Ulrich Santa, der Generaldirektor der KlimaHaus Agentur, sprach über die kommunalen Klimapläne. Man orientiert sich dabei an den „European Energy Award“, kurz eea, ein europäisches Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Gemeinden. Die Gemeinden erhalten bei der Umsetzung dieses Programms die Unterstützung durch die Klimahaus Agentur. Zuerst wird eine Analyse erarbeitet und dann ein Programm zur Umsetzung von energie- und klimapolitischen Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Raumordnung, Gebäudesanierung (Strom- und Wärmeverbrauch), Wasserverbrauch und Abfall, sowie interne Organisation, Kommunikation und Kooperation mit den Bürgern erstellt. Bei der Erreichung bestimmter Qualitätsziele gibt es eine Zertifizierung: Klimagemeinde Bronze, Silber oder Gold. Es wird eine Energiebuchhaltungssoftware (EBO) zur Verfügung gestellt. Santa betonte, dass es Beratungsangebote zum Thema nachhaltiges Bauen und Energieförderungen gibt (www.klimaland.bz). Helmut Tauber, der Bürgermeister von Lana, sprach über Energieeffizienz der gemeindeeigenen Gebäude und über Projekte im Bereich Mobilität. Zeno Christanell, der Bürgermeister von Naturns, sprach über die Umrüstung des Fernheizwerkes auf Biomasse, über den Einsatz von fünf gemeindeeigenen Photovoltaikanlagen und die CO2 Bilanz seiner Gemeinde. In der Diskussion ging es um das Bauen mit Holz, das Bauen am Bestand, die Durchgrünung der Ortschaften, die Bodenversiegelung, den Leerstand und den Lärmschutz durch Aufstellung von Photovoltaikanlagen.

Ausgabe 25/2025