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Eine von 112 Ehrenamtlichen im Bildungsausschuss

Im Gespräch

Bildungsarbeit

Wenn du Bildungsausschuss hörst, was fällt dir spontan ein?
Dass es wichtig ist, in die Bildung eines Dorfes zu investieren und dass es dafür
Menschen braucht, die gerne mitplanen, mitgestalten, sich einbringen

Was hat dich motiviert ehrenamtlich im Bildungsausschuss tätig zu sein?
Auch, oder gerade, in einem kleinen Dorf wie Tarsch ist es sehr wichtig, dass Vereine, Verbände, Organisationen, Gruppen oder Einzelpersonen das Dorfleben lebendig halten, Kurse, Feierlichkeiten und Seminare abhalten, zusammenhalten und ihre Veranstaltungen aufeinander abstimmen.

Was ist für dich lebenslanges Lernen?
Lernen ist wie ein Kreis, ohne Anfang, ohne Ende; ohne Lernen könnte ich nicht sein, ich bin ständig auf der Suche nach neuen Lerninhalten auch für mich; als Lehrerin lerne ich jeden Tag aufs Neue und ich habe die besten Lehrmeister – die Kinder!

Welches Bildungsangebot kam gut an?
Einige Bildungsangebote kamen und kommen im Dorf nach wie vor gut an – vor allem im Bereich „Gesundheit - Bewegung – gesunde Ernährung“, aber auch die Lesungen im Gasthof Zum Riesen sind immer wieder eine Bereicherung, so war z. B. die Lesung von Sepp Mall „Ein Hund kam in die Küche“ für mich ein ganz besonders schöner Abend!

Gesellschaft

Was kann man von jüngeren Menschen lernen?
Die Welt mit Kinderaugen zu sehen, weniger misstrauisch und ängstlich auf neue Herausforderungen zuzugehen, positiv zu sein;

Was kann man von älteren Menschen lernen?
Ihren riesengroßen Erfahrungswert als unermesslichen Schatz anzuerkennen und daraus für das eigene Leben zu lernen; anerkennen, was sie geleistet haben;

Welche Fake-News möchtest du nie mehr hören?
Fake – News, die Angst oder Populismus schüren

Was ist schlimmer – nicht schaffen oder nicht probieren?
Nicht probieren! (denn da erfahre ich nie, ob ich es geschafft hätte)

Welche Familientradition würdest du an deine Kinder weitergeben?
Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen, zwei Töchter haben selbst Familie und haben sicherlich einige Familientraditionen übernommen, z.B. dass wir an Weihnachten zusammensitzen und gut essen oder dass wir am 5. Jänner abends das Haus räuchern (= Pflichttermin )

Privates

Letzter Kinobesuch?
Mein letzter Kinobesuch war im letzten Jahr im Filmclub Bozen, es war der Film „Favoriten“, ein Film, der mich fasziniert hat.

Lieblingsort in der Freizeit?
Das Schnalstal; das Meer

Auswandern – wohin?
Werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr, aber wenn, dann wohl nach Island, denn dieses Land hat mich tief beeindruckt

Welche Themen regen dich auf?
Intoleranz, Diskriminierung, Vorurteile; wenn Menschen von oben herab über wichtige Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben

Letztes Mal herzhaft gelacht?
Habe ich über mich selbst und meine Vergesslichkeit, wenn ich z.B. zum x-ten Mal meinen Schlüssel suche

Wieviel Zeit am Tag gehört dir?
Die Nacht (haha) sehr wenig oder alle Zeit, je nachdem wie man es sieht– ich bin als Vollzeitlehrperson, Mutter und Oma, Hausfrau und Vereinsmensch sehr eingespannt, aber es gehört alles zu meinem Lebensinhalt, also zu meiner Zeit irgendwie; ich genieße aber auch Auszeiten („freie“ Tage mit meinem Mann, einen Wellnesstag oder einen Städtetrip mit meinen Freundinnen)

Schönste Erinnerung aus der Kindheit?
Mit meiner Oma „Mutti“ in der Stube zu sitzen und ihr, während sie beim Socken stricken ist, die Haare zu kämmen und zu „zopfen“ und dabei fernzusehen (Denver Clan und Dallas– das hätte ich sonst nie gedurft )

Titel deiner Autobiografie?
„Chaos – Queen oder wie ich in meinem Leben versuchte, alles unter einen Hut zu bringen“

Ausgabe 25/2025