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Schloss Goldrain

Bauen Kaufen Sanieren Mieten

Das Bildungshaus Schloss Goldrain lud am 29. November zu einer Wohnbautagung ein. Neben der Wohnbau-Landesrätin Ulli Mair, referierten der Raika-Wohnbauberater Olav Lutz, Gerhard Rinner, Direktor der Raiffeisenkasse Latsch, Georg Lechner von der Stiftung Wohnen Südtirol und Emil Unterholzner, der Bezirkssekretär vom KVW.

Im Rittersaal konnte Markus Pircher, der Obmann vom Bildungshaus Schloss Goldrain, neben den Referenten vor allem viele junge Menschen begrüßen, die sehr aufmerksam die Referate über die Wohnreform 2025, das Bausparen und die verschiedenen Fördermaßnahmen, die Kreditvergabe durch eine Bank, die Vermögensberechnung mittels EEVE, bezahlbares Wohnen in Miete, sowie über das Bauen mit Genossenschaft und als Einzelperson verfolgten. Olav Lutz betonte, dass es wichtig ist sich einen klaren Überblick zu verschaffen über die Familiensituation, das Immobilienobjekt, die Finanzlage und mögliche Förderungen. Man muss mit mehreren Fachleuten zusammenarbeiten: Wohnbauberater, Planer und Immobilienmakler, Steuerberater bzw. Patronate. Wichtig sind auch Absicherungen am Bau bzw. der künftigen Immobilie und bei der Familie. Durch die Wohnbaureform 2025 soll vieles erleichtert und beschleunigt werden, wie die Landesrätin ausführte. Ziel der Wohnreform ist es mehr Wohnraum für Ansässige zu schaffen und durch die Preisbindung den Bau, Kauf und die Miete von Wohnungen billiger zu machen. Durch den gemeinnützigen Mietwohnbau und eine stärkere Förderung, sowie durch zinsbegünstigte Darlehen, soll leistbares Bauen und Wohnen auch für den Mittelstand realisiert werden. Trotz dieser Erleichterungen und Förderungen wurde bei der Wohnbautagung klar: Bauen und Wohnen bleibt kompliziert und teuer. Durch die Wohnbauförderung wird das Bauen am Bestand stärker gefördert. Gemeinden können selbst aktiv werden. Die Stiftung Wohnen Südtirol möchte in allen Bezirken Südtirols leistbare Mietwohnungen für breite Bevölkerungsschichten schaffen. Neben der Landesförderung und dem Bausparen, gibt es auch das zinsbegünstigte Darlehen. Welche Förderungen man erhält, welche kumulierbar sind und welche steuerlichen Vorteile es gibt, muss mit Fachleuten abgesprochen werden. Gerhard Rinner erläuterte an einem konkreten Beispiel wie eine Kreditvergabe nach einem ersten Kundengespräch und der Kreditprüfung durch eine Bank abläuft. Emil Unterholzner vom KVW erklärte, dass nicht allein die Steuererklärung, sondern die EEVE für die Vermögensbewertung herangezogen wird. Georg Lechner, ehemaliger Gemeindesekretär und nun Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Wohnen Südtirol, informierte über den gemeinnützigen Mietwohnbau, die Notwendigkeit verstärkt Mietwohnungen zu schaffen und über mögliche Förderungen. Wohnen wird zur größten Herausforderung, zitierte Lechner, deshalb ist es notwendig, dass alle sich anstrengen, um leistbares Wohnen zu ermöglichen.

Ausgabe 25/2025