Der Vinschger Zug wird rundum gelobt. Die Landesregierung hat das Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen (WIFO) mit einer Untersuchung, mit einer Studie beauftragt. Die liegt nun vor. Der Westen Südtirols, also der Vinschgau, profitiere sehr vom Vinschger Zug. „Eines können wir sicher sagen, die Investition in die Vinschger Bahn hat sich gelohnt, nicht nur für den Vinschgau. Sie hat neue Impulse für den Tourismus gebracht und ist vor allem für die Arbeitspendler, die Schüler und die Senioren unerlässlich. Zudem hat sie im Land eine Begeisterung für die umweltfreundliche Mobilität mit der Bahn ins Rollen gebracht hat“, betonte LH Arno Kompatscher bei der Vorstellung der Studie und verwies auf die zwei Millionen Fahrgäste der Bahn pro Jahr. Eine bemerkenswerte Rechnung macht Mobilitätslandesrat Florian Mussner: „Allein diesen September sind mehr als 7000 Entwertungen pro Tag auf den Bahnhöfen zwischen Meran und Mals registriert worden – das sind immerhin 7000 Fahrten mit dem Auto oder Motorrad auf der Straße weniger, wobei der Tagesverkehr auf der Vinschger Staatsstraße in den vergangenen Jahren gleichgeblieben ist.“ Es ist schon weit hergegriffen, wenn man eine Entwertung mit einer Autofahrt gleichsetzt. Sei’s drum. Der Vinschgerzug ist eine Erfolgsgeschichte, die mit einem Anschluss in Richtung Schweiz und mit einer direkten Verbindung nach Bozen fortgeschrieben werden kann. Die Elektrifizierung und mit neuen Zügen eine Verdoppelung der Fahrgastkapazität wird jedenfalls demnächst kommen. Vivat, der Vinschgerzug.
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