Kommentar von Chefredakteur Erwin Bernhart - Der Spechtenhauser Dietmar warnt und schimpft nicht zum ersten Mal: Die Ansiedlung von Detailhandel entlang der Hauptstraße bringt ein schleichendes Geschäftesterben in den Dörfern mit sich. Spechtenhauser sagt: „Der kommunalen Handelspolitik ist wesentlich mehr Bedeutung zuzumessen.“ Da hat er recht. Was tun die Bürgermeister bzw. die Gemeindeverwalter? Bisher haben sie so gut wie alles genehmigt, was an den Dorfrändern angefordert worden ist. Die Lebensmittelketten, denen Handelsflächen angeboten werden, können rechnen und genau kalkulieren. An der Peripherie werden Parkplätze bereitgestellt, die Geschäfte sind bequem - mit dem Auto - erreichbar, einkaufen, einpacken, bezahlen und ab. Der Radius potenzieller Kunden ist groß. Der Preis dieser Politik: Die Lebensmittelgeschäfte in den Dörfern werden à la long aufgeben müssen. Und es ist zu befürchten, dass die Geschäfte am Dorfrand zu Kristallisationspunkten werden und andere Geschäfte anziehen, vielleicht auch Bars und dann auch Gastbetriebe. Und die Dorfkerne? Schön saniert, schön gepflastert, aber menschenleer? Wenn das so gewollt ist, dann sollen die neuen BürgermeisterInnen den Leuten sagen, wohin die Reise geht und welche Maßnahmen gesetzt oder eben nicht gesetzt werden sollen. Spechtenhauser ist beizupflichten, wenn er von der Lokalpolitik verlangt, dass der kommunalen Handelspolitik wesentlich mehr Bedeutung zuzumessen ist.