Immer optimistisch
Die Tarscher Alm, das Wandergebiet und das schlafende Skigebiet mitten im Vinschgau, lebt nicht von Investitionen sondern vom Optimismus. Bisher jedenfalls. Das Gelände von der Bergstation aufwärts bis zum Joch ist ein wunderbares, der Blick ins Tal ist grandios und seit Jahren ist es im Winter so gut wie unberührt. Eine im Winter schneebedeckte Idylle, ein Erholungsgebiet im Sommer. Der Optimismus hat das Leben des Dinosaurier-Lifts von der Talstation auf die Bergstation zur Tarscher Alm jahrelang verlängert. Diesen Optimismus haben die Touristiker in Latsch aufgebracht und jährlich mit gutem Geld aus dem Tourismusverein bezahlt. Die Marteller dürften diesen Latscher Optimismus kaum geteilt haben. Denn der Tourismusverein Latsch-Martell besteht aus zwei höchst unterschiedlichen Destinationen und das teuer bezahlte Wandergebiet auf der Tarscher Alm dürfte den Martellern keinen Mehrwert gebracht haben.
Nun denn. Rund um das „Skicenter Tarscher Alm“ wabert es wieder. Es stehen Interessenten bereit, die das Umfeld nochmals untersuchen, die Überlegungen anstellen, die Lifte neu aufzustellen, die einen Zusammenschluss mit dem Ultner Skigebiet Schwemmalm mitdenken. Neu sind solche Gedanken und Pläne nicht. Dafür dürften sie allerdings wenig an Glanz verloren haben. Das geht nur mit Optimismus. Wenig Optimismus verstreut da im Vorfeld der Latscher BM Mauro Dalla Barba, wenn er sagt, er wolle nicht einen Tippl mehr Verkehr in Latsch und in Tarsch. Übersetzt heißt das wohl: Wir wollen nicht gestört werden.
Mal schaun, wie sich das alles entwickelt. Jedenfalls lebt die Tarscher Alm seit Jahr und Tag immer vom Optimismus. Ob mit oder ohne Investitionen.