„Wer rupft, ...“
9 Milliarden Euro, genauer 9,2 Milliarden Euro: So groß ist der Haushalt der Autonomen Provinz Südtirol im Jahr 2026. (Die Trientner haben rund eine Milliarde weniger.) Porzellana, das ist ein Haufen Geld. Damit lässt sich so einiges finanzieren. Bei den Investitionen wird vor allem derjenige drankommen, der mit Projekten und politischem Willen frühzeitig pronto ist. Beides fehlt derzeit offensichtlich im Vinschgau. Naja, der Kastelbeller Tunnel ist ja kürzlich eröffnet worden, könnte man sagen. Aber wann wurde dafür der politische Wille gebildet und wann das entsprechende Projekt? Letzteres ist Jahre, ersteres Jahrzehnte her. Also. Die derzeit herrschende politische Elite möge doch in die Zukunft schauen. Mag sein, dass das Vorausschauende gemeinsamen politischen Willen voraussetzt. Der ist derzeit in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau nur ganz schwach am Horizont erkennbar. Europäische Preise entgegennehmen zu können, ist ja nett, und die Plaketten machen sich in den Gemeindestuben gut. Die Gefahr ist, dass man sich da politisch zusätzlich vernebeln lässt und die Landesmillionen jenen überlässt, die mit klarem Blick, politischem Willen und Projekten Investitionen fordern - und dann auch bekommen. Na, und ich verweise nicht auf das Pustertal. Aus guten Gründen ist anzunehmen, dass die Haushalte für die kommenden Jahre üppig ausfallen. Aber die Vinschger haben anscheinend vergessen, dass, wer rupft, der hott mea.