Adam und Eva
Beim Vinschger Bezirksparteitag der SVP haben Abi Plangger und der Marteller BM Georg Altstätter gut gespielt. Plangger hatte sich ja vor einigen Monaten vom Gewurstel beim Nationalpark frustriert zurückgezogen, weil man in Bozen auf seine Ratschläge gepfiffen hat. Plangger wollte nämlich, dass die Senatoren und die Kammerabgeordeten, dass der zuständige Landesrat Brunner und der LH den Umweltminister und seine Beamtenentourage ins Land holen, um ihnen zu zeigen, wie der Park in Südtirol funktioniere und welche Realitäten mit den Bauernhöfen, mit den Schutzhütten, mit dem Marmorabbau, mit den Skigebieten usw. dort sind. In Bozen wurde er dafür eher ausgelacht, denn dort wollte man das feine Parkett der Diplomatie bespielen. Das hat jedenfalls bisher nicht funktioniert. In Gomagoi hat der Marteller BM Georg Altstätter, der auch Präsident des Führungsausschusses des Nationalparkes ist, eindringlich gefordert, dass man die Leute aus dem Umweltministerium zu uns heraufholen müsse. Mit einem Kraftaufwand von allen. Wenn man das nicht sofort mache, bestehe die Gefahr, dass man nach den Parlamentswahlen im kommenden Jahr wieder bei, so Altstätter plastisch, „Adam und Eva“ beginnen müsse. Das könne es nicht sein. Diese Form der Überlegungen sind zumindest bei LH Arno Kompatscher auf fruchtbaren Boden gefallen. Der Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin müsse samt Beamtenschaft heraufgeholt werden. Man könne dann im Felsenkeller eine Marende genießen, so wie es früher auch Brauch war. Wenn es der Sache dient und die Probleme im Nationalpark gelöst und „Adam und Eva“ vertrieben werden, dann ist eine Felsenkellerdiplomatie höchst willkommen.