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Team K

PISA-Studie: Gute Schule reicht nicht. Südtirol muss den Anspruch haben, zu den Besten zu gehören

Wer sich nur mit dem OECD-Durchschnitt vergleicht, setzt die Messlatte zu niedrig. Trotz guter Ergebnisse zeigt der Langzeittrend nach unten. Die heute vorgestellten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 bestätigen, dass Südtirols Schülerinnen und Schüler weiterhin über dem OECD-Durchschnitt und über dem gesamtstaatlichen Durchschnitt liegen. Doch für das Team K greift die Jubelrhetorik der zuständigen Landesräte zu kurz. Entscheidend ist nicht nur, ob man über dem Durchschnitt liegt, sondern mit wem man sich messen will.

Südtirol verfügt über einen Landeshaushalt von rund elf Milliarden Euro und über ausreichend Kompetenzen im Bildungsbereich, auch wenn es ein Fehler war, nicht weitere Kompetenzen im Schulbereich über die Autonomiereform zu verlangen. Gerade deshalb sollte der Anspruch nicht lauten, etwas besser als der Durchschnitt zu sein, sondern zu den führenden Bildungsregionen Europas zu gehören.

„Die Ergebnisse sind kein Grund zur Schwarzmalerei, aber auch kein Anlass zur Selbstzufriedenheit. Die entscheidende Frage lautet: Wollen wir besser sein als der Durchschnitt oder wollen wir zu den Besten gehören? Mit unseren Möglichkeiten und Ressourcen muss unser Maßstab die internationale Spitze sein“, erklärt Alex Ploner.

Besonders kritisch sieht das Team K die Entwicklung über einen längeren Zeitraum. Laut den veröffentlichten Daten haben die deutschsprachigen Schulen in Südtirol seit 2018 in der Mathematik von 534 auf 491 Punkte verloren, also rund 43 Punkte. In der Lesekompetenz sank der Wert von 505 auf 481 Punkte. Die Naturwissenschaften konnten ihr Niveau hingegen weitgehend halten.Während die Landesregierung das Abschneiden über dem OECD-Durchschnitt hervorhebt, zeigt der internationale Vergleich ein anderes Bild. Die weltweit führenden Bildungssysteme erreichen in Mathematik und Naturwissenschaften Werte von deutlich über 550 Punkten, die Spitzensysteme liegen teilweise nahe an 600 Punkten. Südtirol befindet sich damit zwar im oberen Mittelfeld, aber nicht mehr in jener Spitzengruppe, der es noch vor einigen Jahren näher war.Auch die OECD und internationale Bildungsexperten warnen vor einem anhaltenden Leistungsrückgang in vielen Ländern. Gerade deshalb wäre es falsch, sinkende Ergebnisse mit dem Hinweis zu relativieren, dass andere ebenfalls schlechter geworden sind.

„Wer jedes Mal zufrieden ist, weil andere noch stärker zurückfallen, gibt sich mit Mittelmaß zufrieden. Südtirol braucht wieder den Ehrgeiz, im Bildungsbereich eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die sinkenden Ergebnisse der letzten Jahre müssen ein Weckruf sein, nicht eine Randbemerkung in einer ansonsten positiven Bilanz. Ich begrüße die positiven Aspekte der Studie, insbesondere die geringe Schulabbrecherquote und die Bemühungen um Chancengerechtigkeit. Gleichzeitig muss die verantwortliche Bildungspolitik die Warnsignale ernst nehmen. Die rückläufige Lesekompetenz, der weiterhin starke Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg sowie die langfristig sinkenden Leistungen seien Herausforderungen, denen mit gezielten Investitionen und Reformen begegnet werden muss.” so Alex Ploner. 

Für Team K steht fest: Südtirol hat alle Voraussetzungen, um eine der besten Bildungsregionen Europas zu sein. Dafür braucht es jedoch mehr Ehrgeiz, mehr Qualitätssicherung, auch zusätzliche finanzielle Ressourcen und den Mut, neue Wege in der Bildung konsequent zu gehen, um sich an den Besten und nicht am Durchschnitt zu orientieren.