Naturns
Naturns investiert: 700.000 Euro für Straßen, Vereine und öffentliche Einrichtungen
Mit der 7. Bilanzänderung werden zahlreiche konkrete Vorhaben finanziell abgesichert. Vorgesehen sind etwa 25.000 Euro für die Instandhaltung des Bürger- und Rathauses, 20.000 Euro als Beitrag an den SSV Naturns für die 75-Jahr-Feier und einen neuen Vereinsbus sowie 30.000 Euro Beitrag an das JuZe für einen Außenkiosk beim Jugendzentrum. Weitere 50.000 Euro stehen für technische Spesen im Zusammenhang mit der Sanierung der Feldgasse und der Rathausstraße bereit, 70.000 Euro für die Sanierung der Stützmauer beim Schlossweg und 19.000 Euro für den Austausch der Küche der Zivilschutzgruppe des Weißen Kreuzes.
Auch für das Seniorenwohnheim St. Zeno werden die nächsten Schritte vorbereitet: 140.000 Euro sind für technische Spesen zur Erweiterung vorgesehen. In Staben werden zudem 25.000 Euro für die Asphaltierung des Pedruiweges bereitgestellt. Die Maßnahme soll ebenso wie die Sanierung der Mühlgasse und des Dornsbergweges noch im Jahr 2026 umgesetzt werden. Die Anrainer werden rechtzeitig informiert.
„Wir haben wieder eine ganze Reihe von Vorhaben auf den Weg gebracht, die man unmittelbar sehen und spüren wird“, sagt Bürgermeister Zeno Christanell. „Ob Straßen, öffentliche Gebäude, Vereine oder soziale Einrichtungen – mit der Bilanzänderung schafft der Gemeinderat die finanziellen Voraussetzungen dafür, dass wichtige Projekte umgesetzt werden können.“
Erfreulich fällt auch der Blick auf die konsolidierte Bilanz der Gemeinde aus. Darin werden die Bilanzen der wesentlichen Gesellschaften mit Gemeindebeteiligung und der kontrollierten Körperschaften zusammengeführt. Für das Jahr 2025 weist die konsolidierte Bilanz einen Gewinn von 785.186 Euro aus. Der Gemeinderat genehmigte sie mehrheitlich.
„Hinter diesen Zahlen stehen viele einzelne Bereiche und Einrichtungen. Dass am Ende ein so positives Gesamtergebnis steht, ist ein Zeichen für eine solide wirtschaftliche Grundlage“, erklärt Generalsekretärin Katja Götsch.
Mehrheitlich genehmigt wurden außerdem drei Änderungen des Landschafts- und Bauleitplanes beziehungsweise des Gemeindeplans für Raum und Landschaft. Konkret geht es um Flächen bei den Höfen Unterversanthof, Oberversanthof und Unterschwarzplatz.
Beim Unterversanthof sollen 4.476 Quadratmeter Wald in Landwirtschaftsgebiet umgewidmet werden. Beim Oberversanthof betrifft die Umwidmung 4.014 Quadratmeter. Als Ausgleich werden dort in einer Gefahrenzone flächengleiche 4.014 Quadratmeter Landwirtschaftsgebiet in Wald umgewidmet.
Am Unterschwarzplatz geht es um 1.257 Quadratmeter Wald, die künftig landwirtschaftlich genutzt werden sollen. Als Ausgleich ist die Aufforstung einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche von 369 Quadratmetern vorgesehen. Zusätzlich bleibt entlang des Jesus-Besinnungsweges ein zehn Meter breiter Waldstreifen erhalten. Damit soll der Baum- und Strauchbestand auf der Böschung zwischen Wiese und Wanderweg gesichert werden.
Für alle drei Vorhaben lagen positive Gutachten der zuständigen Ämter vor.
„Gerade in den Berggebieten müssen wir schauen, dass landwirtschaftliche Flächen auch wirtschaftlich sinnvoll bewirtschaftet werden können. Gleichzeitig sind unsere Landschaft und die natürlichen Lebensräume ein großes Gut“, betont Gemeindereferent Helmut Müller. „Deshalb braucht es Lösungen, die beides zusammenbringen: Perspektiven für die Berglandwirtschaft und einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Kulturlandschaft und der Biodiversität.“
Einstimmig genehmigte der Gemeinderat schließlich die weiteren Schritte für die Neubesetzung der Stelle der Generalsekretärin. Katja Götsch wechselt mit 1. Jänner 2027 zur Gemeinde Mals. Für den öffentlichen Wettbewerb nach Titeln und Prüfungen wurden Mirko Campo, Philipp Fliri und Karl-Georg Kröss zugelassen und die Prüfungskommission ernannt. Der Wettbewerb soll baldmöglichst stattfinden.