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Spannung, Emotionen und zwei Premieren

Das letzte Saisonrennen in der Allgemeinen Klasse im FIL Alpin Rodeln wurde im Jaufental als Nachtrennen ausgetragen - und es hätte nicht spannender sein können. Im Finale des Herren-Einsitzer-Weltcups kämpften der Schleiser Daniel Gruber und der Österreicher Fabian Achenrainer um den Sieg im Gesamtweltcup. Beide Rodler zeigten im Saisonfinale Nerven und erwischten an jenem Tag nicht die perfekte Fahrt. Am Ende war es Daniel Gruber, der sich mit Platz fünf erstmals zum Gesamtsieger kürte. Der Schleiser hatte 580 Punkte gesammelt, sein direkter Konkurrent Achenrainer hatte 530 Punkte auf dem Konto. „Die Erleichterung bei mir ist riesig, bei der Anreise zum Finale ist mir erstmals bewusst geworden, dass ich den Gesamtsieg gewinnen könnte. Das war keine gute Idee, so habe ich mir selbst Druck auferlegt und hätte es beinahe vergeigt. Jetzt will ich nur noch feiern“, erklärte Gruber. Grund zur Freude hatte auch Alex Oberhofer, der im letzten Saisonrennen als Drittplatzierter nochmal aufs Podest sprang. Im Gesamtweltcup belegte er am Ende Platz 4.
Zu einem „Finale furioso“ kam es im Damenrennen und es war definitiv nichts für schwache Nerven. Bereits im ersten Lauf zeichnete sich ein Vinschger Dreikampf um den Tagessieg ab. Nach dem ersten Wertungslauf führte Jenny Castiglioni vor Nadine Staffler aus Laas und Nina Castiglioni. Doch im zweiten Lauf wurde für das Trio noch einmal durcheinandergewirbelt. Nina Castiglioni gelang eine perfekte Fahrt, mit der sie sich zunächst an die Spitze des Feldes setzte. Nadine Staffler kam an diese Zeit nicht heran und verlor eine Position. Somit kam es zum großen Schwestern-Duell und der Frage: Wer von den beiden Castiglioni-Schwestern würde sich den ersten Weltcupsieg sichern? Die Halbzeitführende Jenny, die ältere der beiden Schwestern, gab alles, um ihren Vorsprung aus dem ersten Lauf über die Ziellinie zu bringen. Doch am Ende musste sie sich Nina geschlagen geben und landete auf Platz 2. Dahinter folgte Nadine Staffler, die den Vinschger Dreifachsieg perfekt machte. Die 16-jährige Nina Castiglioni wurde nach ihrem ersten Weltcupsieg von ihren Emotionen überwältigt und erklärte unter Tränen: „Mir fehlen die Worte. Der zweite Lauf war wirklich extrem gut, mit dem ersten Weltcupsieg die Saison zu beenden ist einfach nur schön!“ Auch ihre Schwester Jenny freute sich mit ihr: „„Natürlich hätte ich gerne gewonnen, der zweite Lauf aber ist mir nicht so gut gelungen. Aber ich freue mich riesig für meine Schwester!“ Im Gesamtweltcup schloss Nina Castiglioni die Saison auf Position 2 ab, Jenny Castiglioni belegte den vierten Platz, Nadine Staffler beendete die Saison auf Position 5.

Ausgabe 5/2026