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Kafkaeskes Theater

s23 prozess 2Schlanders - Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so still ward’s bei Kafkas „Der Prozess“. Eine Stunde und zehn Minuten lang folgte das Publikum im Kulturhaus in Schlanders – ausverkauft war der Theatersaal am 29. November – gespannt dem, was Philipp Hochmair vom Thalia Theater Hamburg da auf die Bühne brachte.

Kafkaeskes zweifelsohne, Beklemmendes, Bedrohliches, auch Geheimnisvolles. Das Bühnenbild: Ein Tisch  mit Leselampe und Mikrophon, etwas dahinter eine Leinwand, auf der er immer wieder Dias abspulte. Hochmairs Krimi beginnt als Lektüre: „Jemand muss Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines morgens verhaftet.“ Josef K. ist angeklagt, unschuldig, und muss sich vor einem Gericht verantworten. Zum Schluss wird er hingerichtet: Das Todesurteil wird gnadenlos vollstreckt.
„Der Prozess“ war die zweite Gastvorstellung des Südtiroler Kulturinstituts in Schlanders. Zwei weitere folgen im nächsten Jahr: Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“ (30. Jänner 2014) und als Abschluss Theresia Walsers Uraufführung „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ am 28. März 2014. (ap)

 

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