Elektrischer Antrieb
Vinschgau - Die Vinschgerbahn ist neun Jahre alt geworden. Mit zwei Millionen Fahrgästen ist sie ein Erfolgsmodell. Noch läuft der Zug mit Diesel. Nun wird die Elektrifizierung geplant.
von Magdalena Dietl Sapelza
Die Vinschgerbahn soll in nächster Zukunft mit Strom angetrieben werden. Entsprechenden Planungen haben Landespolitiker schon vor einiger Zeit angekündigt, so Landesrat Florian Mussner und der Vinschger Landesrat Richard Theiner.
Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Derzeit prüft die Südtiroler Transportstrukturen AG STA, als Betreiber der Bahnlinie Meran-Mals, die Möglichkeit zur Elektrifizierung der Stecke. Dazu haben die Bezirksobmänner des Heimatpflegeverbandes VinschgausFranz Fliri und des Burggrafenamtes, Georg Hörwarter, im Namen aller Mitglieder bei der diesjährige Landesversammlung eine Resolution verfasst. Darin wird die Maßnahme zur Elektrifizierung grundsätzlich unterstützt. Durch den Elektroantrieb erreiche die Bahn höhere Energieeffizienz und geringere Wartungskosten. Lärm- und Abgasbelastungen werden verringert. Zudem könnten die Zuggarnituren auf dem gesamten Südtiroler Streckennetz eingesetzt werden.
Man müsste in Meran nicht mehr umsteigen. Die Heimatpfleger ersuchen folgende Überlegungen in die Planung einfließen zu lassen: Oberleitungsanlagen sollten sich harmonisch in die Kulturlandschaft einfügen und auf das Landschafts- und Ortsbild Rücksicht nehmen. Die Dimensionierung der Masten mit Ausleger und Kabel müssten auf das Notwendigste beschränkt werden. Die Positionierung der Masten und deren Farbgebung seien ebenfalls mit der Umgebung abzustimmen.
Wie die Heimatpfleger ist jüngst auch die Umweltschutzgruppe Vinschgau aktiv geworden. Mit 2.743 Unterschriften für die Elektrifizierung, gerichtet an den Landesrat Theiner, wurde der Wunsch nach schneller Umsetzung unterstrichen.
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