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Dienstag, 14 Mai 2024 15:00

Impressionen Gianni Bodini

Patzleid & Madatsch. Im Winter wird „das Grafische“ in der Landschaft hervorgehoben. Im Frühling sind aber die farblichen Kontraste, die den Rhythmus der Landschaft betonen: Gletscherweiß, Wiesengrün, Himmelblau, Erdbraun, ...
Foto: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Wahl des Europäischen Parlaments am 8. und 9. Juni 2024 - Alle modernen, demokratischen Staaten bestehen aus drei wichtigen Organen bzw. Institutionen. Oft spricht man auch von den drei Gewalten: die Legislative oder gesetzgebende Gewalt (Parlament), die Exekutive oder ausführende Gewalt (Regierung) und die Judikative oder die Recht sprechende Gewalt (Gerichte). Diese drei Gewalten gibt es auch bei den EU-Institutionen, nur ist es dort etwas komplizierter. Insgesamt gibt es sieben zentrale Organe in der EU. Neben diesen gibt es noch weitere Einrichtungen und Organe, z.B. den Ausschuss der Regionen. Vier der sieben EU-Institutionen gelten als besonders zentral für die EU-Verwaltung, weil sie die politische Richtung der EU vorgeben. Zu den vier Beschlussfassungsorganen zählen: das Europäische Parlament, der Europäischer Rat, der Rat der Europäischen Union und die Europäische Kommission. Das Europäische Parlament (720 Mitglieder, davon 76 aus Italien) wird alle fünf Jahre direkt gewählt, verabschiedet Gesetze und entscheidet über den EU-Haushalt. Es wählt den/die Kommissionspräsident:in und die EU-Kommission. Der Europäische Rat setzt sich aus den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten zusammen. Der Rat der Europäischen Union (Ministerrat) besteht aus den Ministerinnen und Ministern der EU-Länder und macht Treffen der Fachministerien z.B. der Finanzminister. Die Europäische Kommission ist das wichtigste Exekutivorgan (EU-Regierung und Hüterin der Verträge). Sie sorgt dafür, dass die Politik der EU ordnungsgemäß umgesetzt wird. Die Europäische Kommission besteht aus 27 Mitgliedern, d.h. ein Kommissionsmitglied aus jedem EU-Mitgliedstaat. Zu den drei weiteren Einrichtungen gelten: der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH), die Europäische Zentralbank (EZB) und der Europäischer Rechnungshof. Die verschiedenen Institutionen sind auf mehrere Städte verteilt: Brüssel, Straßburg und Luxemburg. So ist die Vielfalt die Stärke, aber sehr oft auch die Schwäche der EU. Kommt es zu einer europäischen Hauptstadt und wird die EU in Zukunft mit einer Stimme sprechen und trotzdem die Vielfalt bewahren.

Heinrich Zoderer

Vinschgau/Südtirol - Für einen anderen Menschen da zu sein, ist das Größte überhaupt. Das wurde bei der Landesversammlung der NotfallseelsorgerInnen am 4. Mai 2024 im neuen Vereinshaus Goldrain betont. Die Notfallseelsorger sind für Menschen in Not- und Todesfällen da. Immer. Ein Dienst von unbezahlbarem Wert. Dafür wurde ihnen von ganzem Herzen gedankt.

von Angelika Ploner

Tag und Nacht, an jedem Wochenende, an jedem Sonn- und Feiertag: Die 158 aktiven NotfallseelsorgerInnen sind für Menschen in einem Notfall da. Immer. Ohne wenn und aber. Oft ist allein die Anwesenheit Trost und Hilfe, oft sind es Worte, immer sind aber Feinfühligkeit, Gespür und ein großes Herz mit dabei. Mit großer Dankbarkeit wurde von allen Vertretern der Rettungsorganisationen unisono und den politischen Vertretern bei der - von Landesleiterin Marlene Kranebitter geleiteten - Landesversammlung in Goldrain am 4. Mai Respekt gezollt und Wertschätzung gezeigt. „Dass, was ihr leistet, ist wirkliche Erste Hilfe“, sagte etwa Hannes Mutschlechner, Sanitätsdirektor des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz. Priska Gasser vom Weißen Kreuz: „Euer Dienst ist von unbezahlbarem Wert.“ Und Notärztin Nicole Ritsch: „Die Vernetzung zwischen den Rettungsorganisationen ist wichtig. Wir sind froh, dass wir still sein können, wenn die Notfallseelsorge spricht.“
Die gute Zusammenarbeit mit den Rettungsorganisationen betonte auch Roman Horrer, Bezirkspräsident des Feuerwehrbezirks Untervinschgau und Ausschussmitglied des Landesfeurwehrverbandes: „Wenn ihr kommt, dann wissen wir um die gute Unterstützung. Ihr haltet uns den Rücken frei, damit wie helfen können.“
Norbert Vieider, Ausschussmitglied der Notfallseelsorge, kurz NFS, präsentierte beeindruckendes Zahlenmaterial: 10 Gruppen waren 2023 aktiv. Im Dienst standen 178 NotfallseelsorgerInnen. 425 Einsätze führten diese durch. 210 Betreuungen standen nach erfolgloser oder nicht eingeleiteter Wiederbelebung. 1.441 Einsatzstunden leisteten die Teams. 3,3 Stunden dauerte durchschnittlich ein Einsatz. 1.505 Personen wurden betreut, 168.800 Bereitschaftsstunden geleistet und 115 monatliche Nachbesprechungen einberufen. Die Einsatzindikationen werden angeführt von erfolgloser oder keiner Reanimation. An zweiter Stelle steht Suizid. „Das gibt zu denken“, sagte Vieider. Die Gruppe Schlanders, im Vinschgau aktiv, zählt 19 aktive NotfallseelsorgerInnen und 2 Leiter der Nachbesprechungen. Die Notfallseelsorgegruppe Schlanders hatte im vergangenen Jahr 38 Einsätze. Der Hauptvortrag von Giorgio Nesler, der Zuständige für den interreligiösen Dialog in der Diözese Bozen/Brixen widmete sich einer neuen Herausforderung: Interkulturelle Kompetenz. „Wir haben mittlerweile große Zahlen an Menschen anderer Kulturen, anderer Religionen und anderer Hautfarbe.“ Nesler führte in die fünf Weltreligionen als Annäherung an den Menschen ein. Denn hinter jeder Kultur und Religion steht der Mensch. Nesler: „Die Frage ist: Wie erreiche ich Menschen non-verbal? Das Herz ist ein Kommunikationsorgan. Die große Herausforderung: Die Einheit in Verschiedenheit.“

 

Die Notfallseelsorge im Landesrettungsverein Weißes Kreuz
Seit 1997 bietet die Notfallseelsorge ihren Dienst für unverletzt Beteiligte bei Notfällen und für Angehörige und Bezugspersonen an. Der Dienst wird durch ausgebildete freiwillige Mitarbeiter geleistet. Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit dem notfallpsychologischen Dienst des Südtiroler Sanitätsbetriebes zusammen. Die freiwilligen NotfallseelsorgerInnen sind für die Betroffenen da, unterstützen diese in der ersten Phase bei der Bewältigung des traumatischen Ereignisses und vermitteln eine weiterführende Begleitung durch psycho-soziale Einrichtungen. Die Anforderung der Notfallseelsorge geht von den Einsatzkräften und Behörden vor Ort aus und erfolgt über die einheitliche Notrufnummer 112 bzw. die Landesnotrufzentrale.
Im Vinschau gibt es die Notfallseelsorge seit 20 Jahren. Am 1. September 2003 nahm die Notfallseelsorgegruppe Schlanders-Mals ihre Tätigkeit auf. Arthur Punter wurde von der Landesleitung des Weißen Kreuzes beauftragt, die Gruppen zu begleiten. Punter stammt aus St. Valentin a.d.H. und ist ein Pionier im Aufbau und eine Säule in der Notfallseelsorge. Derzeit leiten die NFS-Gruppe Schlanders Brunhilde Tschenett und Harald Plörer.

Schlanders/Vinschgau - Wir müssen Stimmung machen, damit die Leute zur Wahl gehen“, eröffnete der SVP Bezirksobmann Albrecht Plangger den dann von Richard Theiner geleiteten Diskussionsabend in der Basis in Schlanders am 6. Mai. Mit knapp 60 Leuten hatten wenige den Weg in die „europäische“ Basis gefunden, dafür waren Inhalt und Diskussion durchaus ansprechend. Denn die Arbeitslandesrätin Magda Amhof erinnerte daran, dass ihr Amt rund 2 Milliarden Euro aus den europäischen Töpfen verwalte, dass Infrastrukur- und grenzüberschreitende Projekte daraus gespeist würden und dass der Euregio Family Pass mit mehr als 100.000 ausgestellten Pässen für Familien mittlerweile eine Auszeichnung erhalten habe.
VIP Direktor Martin Pinzger betonte, dass man nicht nur im Apfelexport sondern in der gesamten Exportwirtschaft stark an einen funktionierenden EU-Binnenmarkt interessiert sei und dass die einheitliche Währung enorme Vorteile bringe. Pinzger sagte dazu, dass die EU in vielerlei Hinsicht ein Garant für den Bürokratieabbau sei. Der Brexit, also der Austritt Großbritanniens aus der EU, sei dagegen ein Mahnmal. „Die Unternehmen sehen die EU positiv“, sagte Pinzger. Er fühle sich in der EU sicher, sagte David Frank. Sie sei näher als wir glauben. Auch mit Erasmus und den Fonds für regionale Entwicklung EFRE werde Kultur gefördert. Das waren die Einleitungen zum Auftritt des SVP-Europakandidaten Herbert Dorfmann, der die BASIS in Schlanders als weltoffenen Raum, als coole Location, als Sinnbild für Europa miteinbezog. Euopäisches Geld werde zwar überschätzt und betrage 250 Euro pro Kopf (der Landeshaushalt 12.000 Euro pro Kopf) und Förderungen schaffen keine Identitäten. Man könne die EU kritisieren, aber eher nicht in Frage stellen. Denn Europa stehe angesichts einer „beschissenen“ geopolitischen Weltlage vor großen Herausforderungen. Auf der anderen Seite betonte Dorfmann den Zugang zum mitteleuropäischen Arbeitsmarkt durch die EU-Erweiterung vor knapp 30 Jahren. Auch die bevorstehenden Erweiterungen würden ein Reservoir an Arbeitskräften bedeuten. Italien habe keinen Mindestlohn. Ob Europa da Druck ausüben könne. Wenn kein Kollektivvertrag bestehe, müsse ein Mindestlohn eingeführt werden, so Dorfmann.
In der Diskussion mit dem Publikum fielen die Stichworte der Einstimmigkeit in der EU, die Abhängigkeit von China, der Ukrainekrieg, die Pensionsfrage, grenzüberschreitende Netflixserien. Die EU sei, so resümierte Dorfmann, der lebenswerteste Raum auf der Welt. Die Wahlbeteiligung sei für die Demokratie im Allgemeinen und für die Europawahlen im Besonderen existenziell. „Wir haben keinen Grund zu Pessimismus“, schloss sich auch der ehemalige SVP-Obmann und langjährige Landesrat Richard Theiner an. Denn außerhalb Europas würde man über Europa schwärmen. Aber, warnte Theiner, die Demokratie sei kein Selbstläufer. Mit dem Auftrag, in den Dörfern für Wahlstimmung zu sorgen, damit ein, so Abi Plangger „gutes Ergebnis gebracht werden kann“, endete der Diskussionsabend nach gut zwei Stunden. (eb)

Dienstag, 14 Mai 2024 16:00

Das Gerstl ausgezeichnet

Prämajur - Das Gerstl - Zum 21. Mal zeichnete der Freizeit Verlag die besten Wellnesshotels im deutschsprachigen Raum aus, gekürt vom Reiseportal meintophotel.de. Unter den Preisträger ist auch das DAS GERSTL Alpine Retreat.

Den feierlichen Rahmen der Festveranstaltung in der Schweiz bot das Traditionshaus Grand Resort Bad Ragaz, das – zu den Leading Hotels of the World zählend – auf eine 155-jährige Geschichte zurückblickt. Gastgeber Dr. Klaus Tschütscher freute sich, die rund 120 geladenen Gäste aus Hotellerie, Zulieferindustrie, Branchenverbänden und Presse begrüßen zu dürfen. Jaqueline Schaffrath betonte, dass es eine Ehre sei, die Award-Verleihung an einem so geschichtsträchtigen Ort begehen zu können, bevor sie im Anschluss die Trophäen überreichte. Moderator Michael Sporer vom Bayerischen Fernsehen führte gewohnt souverän durch das Programm.
Der Freizeit Verlag verlieh die Wellness Aphrodite 2024 in zehn Kategorien: Eine der Kategorien ist Ökologie/Nachhaltigkeit. Und in dieser Kategorie wurde das GERSTL Alpine Retreat ausgezeichnet. Der Vinschgerwind hatte vor einem Jahr einen guten Riecher und hat die Philosophie und deren Umsetzung in Richtung ökologische, regionale und soziale Verantwortung vom das GERSTL Alpine Retreat unter die Lupe genommen und porträtiert. Mit der Auszeichnung kommt nun die Bestätigung dieses Tuns von Seiten der Hoteleliten.
Die Begründung der hochkarätigen Jury: „Das Nachhaltigkeitskonzept des familiengeführten DAS GERSTL Alpine Retreat in Mals (I) ist klar in der Unternehmensphilosophie verankert. Es setzt auf soziale, regionale und ökologische Verantwortung im Wasser-, Energie, Bau- und Abfallmanagement, damit Natur „enkeltauglich“ bleibt. Besonders gefallen hat der Jury die „r30-Dahoam-Garantie“ von Inhaberfamilie Gerstl. Sie besagt, dass alle Produkte, die mit dem „r30-Siegel“ versehen sind, aus einem Umkreis von maximal 30 km im Vinschgau stammen, wie die Produkte der „r30-Kosmetiklinie“ im Spa. Der gesamte Hotelumbau erfolgte nach Biobauweise und mit natürlicher Wärmedämmung. Installiert wurde eine innovative Restwasserverwertungsanlage, die das Wasser in den Pools reinigt und aufbereitet.“ By the way: Das Andreus Golf & Spa Resort in Sankt Leonhard in Passeier wurde in der Kategorie Fitness & Sport ausgezeichnet, in der Kategorie Spa Design das Sensoria Dolomites in Seis am Schlern und in der Kategorie Sinature Treatment das Hotel Quelle Nature SPA Resort in Gsies.

„Es ist ein Albtraum mit dem Stammbaum“ – sagt Leopold Altenburg. Er ist der Ururenkel von Kaiser Franz Jo-seph I. und Kaiserin Elisabeth – der weltberühmten „Sissi“. Mit Comedy-Einlagen, Liedern, einer Clown-Nummer und mit Erzählungen rund um die Entstehung seines Buchs „Der Kaiser und sein Sonnenschein“ präsentiert Prinz & Clown Leopold Altenburg ein Bühnenprogramm am 31. Mai ab 20.30 Uhr im Salettl der Stachlburg in Partschins.

Schlanders/Bozen/Innsbruck - Vor zwei Jahren haben der Südtiroler Bauernbund und das Institut für Italienisches Recht der Uni Innsbruck ein Kooperationsabkommen abgeschlossen. Darin ist festgeschrieben, dass der Südtiroler Bauernbund Studierende für die Forschung zu rechtlichen Themen im Bereich der Landwirtschaft mit einem Stipendium unterstützt. „Die Kooperation ist ein Gewinn für alle Seiten. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, praktische Rechtsfragen zu behandeln und deren Auswirkungen auf den Alltag in der Landwirtschaft zu verstehen. Gleichzeitig profitiert der Südtiroler Bauernbund von fundierten Antworten auf komplexe rechtliche Fragen“, sagt Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser. Für die Universität Innsbruck ermögliche die Kooperation eine noch bessere regionale Vernetzung des Instituts für Italienisches Recht.
Kürzlich hat Alex Fleischmann aus Schlanders das erste Stipendium für seine Diplomarbeit zum Thema „Die Nichtigkeit der Schenkung unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Ansprüche der Pflichtteilsberechtigten. Eine rechtsvergleichende Analyse zwischen Italien, Österreich und Deutschland“ erhalten. Betreut wurde Fleischmann dabei vom Institutsleiter, Prof. Francesco A. Schurr. Das Thema ist von besonderer praktischer Relevanz, da Eltern häufig einem Sohn oder einer Tochter einen nicht unwesentlichen Geldbetrag überweisen und dabei davon ausgehen, eine gültige Schenkung gemacht zu haben. Die Diplomarbeit von Alex Fleischmann zeigt auf, dass dem nicht so ist. Er beschäftigt sich eingehend mit den rechtlichen Folgen solcher formungültigen Schenkungen, v. a. aus einem erbrechtlichen Aspekt heraus.
Neben Schenkungen gibt es viele weitere rechtliche Themen, die für den Südtiroler Bauernbund und dessen Mitglieder von Bedeutung sind. Eine Übersicht über die relevanten Themen finden interessierte Studentinnen und Studenten auf der Webseite der Universität Innsbruck
www.uibk.ac.at. 

In der Ukraine sterben jeden Tag Menschen nicht nur wegen der Bomben und der Gewalt, sondern auch, weil lebensnotwendige Dinge, sogar Lebensmittel, zunehmend knapp werden. Das Weiße Kreuz plant deshalb eine weitere Hilfslieferung in die Ukraine und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Haltbare Lebensmittel können bis zum 27. Mai in allen Sektionen des Landesrettungsverbandes abgegeben werden.

Die Situation in der Ukraine wird zunehmend dramatischer. Das hat eine Delegation des Weißen Kreuzes kürzlich bei einem Lokalaugenschein festgestellt. „Unsere Partnerorganisation SSU Ukraine hat in der Nähe der Kinderklinik in Kiew eine Lebensmittelausgabestelle eingerichtet. Jeden Tag kommen unzählige Familien dorthin, die ohne diese Hilfe nicht einmal genug zu essen hätten. Doch jetzt werden die Vorräte knapp, weil die Beschaffung vor Ort zunehmend schwieriger wird“, berichtet Präsident Alexander Schmid.

Das Weiße Kreuz plant deshalb einen weiteren Hilfstransport in das Kriegsgebiet und bittet die Bevölkerung, haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Konserven, Mehl, Öl, Zucker und Salz zu spenden. „Alles, was haltbar ist und gut transportiert werden kann, ist willkommen und wird in der Ukraine dringend gebraucht“, bittet Schmid um Unterstützung. Die Lebensmittel können bis zum 27. Mai in allen Sektionen des Landesrettungsverbandes abgegeben werden. Kühlprodukte und Frischwaren wie Eier, Obst, Gemüse und Milchprodukte können nicht angenommen werden. Sie würden auf der Fahrt verderben.  

Das Weiße Kreuz ist seit Ausbruch des Krieges vor zwei Jahren im Kriegsgebiet in Osteuropa im Einsatz. „Als Mitglied des europäischen Hilfsnetzwerkes Samaritan International können wir die Maßnahmen gut planen und auf die jeweiligen Bedürfnisse und Nöte abstimmen. Gerade in der Ukraine-Hilfe hat sich diese Zusammenarbeit sehr bewährt“, betont Ivo Bonamico. Der Direktor des Landesrettungsvereins hat sich bei einem Besuch im vergangenen Jahr selbst ein Bild von der Situation im Kriegsgebiet gemacht hat und steht in ständigem Kontakt mit den Partnerorganisationen.

Wer die Hilfe für die Menschen in der Ukraine auch mit einer Geldspende unterstützen möchte, kann diese unter dem Kennwort „Ukraine“ auf das Konto des Weißen Kreuzes (IBAN: IT 29 C 03493 11600 000300058998) überweisen.

Die Landesdirektion Deutschsprachige Berufsbildung hat ein Werkstattgespräch zur Schulsozialarbeit im Rahmen des aktuellen ESF-Projektes "Schulsozialarbeit an berufsbildenden Schulen" organisiert.

Das Angebot der sozialpädagogischen Begleitung an den berufsbildenden Schulen wird seit einigen Jahren  mit der Umsetzung von Projekten des Europäischen Sozialfonds ESF verstärkt. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, Beratung und Coaching zu ihren persönlichen und schulischen Fragestellungen sowie Unterstützung zur beruflichen Orientierung zu erhalten. Zudem fördern Präventionsprojekte und gezielte Lernangebote die Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung.

Verantwortung für die soziale Qualität einer Gemeinschaft

Verantwortliche und Projektmitarbeitende trafen sich kürzlich zu einem Werkstattgespräch mit dem Ziel, über Theorie und Praxis zu diskutieren und an der Qualität von Schulsozialarbeit weiterzuarbeiten. Nach der Begrüßung durch den Landesdirektor der deutschsprachigen Berufsbildung Peter Prieth führte Professor Walter Lorenz der Fakultät für Bildungswissenschaften Brixen mit dem Referat "Das Sozialpädagogische im Allgemeinen und das Sozialpädagogische im Besonderen an berufsbildenden Schulen" in das Thema ein. "Soziale Herausforderungen können nur in Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen pädagogischen Spezialisierungen und weiteren Akteuren und Akteurinnen im Umfeld bewältigt werden", unterstrich Professor Lorenz. "Schulsozialarbeit ist kein 'Reparaturmodell', sondern die Verantwortung für die soziale Qualität einer Gemeinschaft ist immer eine gemeinsam geteilte", betonte Lorenz. Die Gewährleistung der sozialen Dimensionen liege in einer Gemeinschaft immer in der Verantwortung aller Beteiligten. Um diese bewusst zu pflegen, bedürfe es professioneller Initiativen, Impulse und Kenntnisse.

Projektkoordinatorin Martha Stecher der Landesdirektion deutschsprachige Berufsbildung gab einen Rückblick zur Entwicklung der Schulsozialarbeit an den berufsbildenden Schulen in Südtirol und wies darauf hin, dass sowohl die Konzeptentwicklung als auch die personelle Aufstockung durch die ESF-Finanzierung gelungen ist. Mit Zahlen und Fakten untermauerte David Pfattner, ebenfalls in der Projektkoordination tätig, dies am Beispiel der vergangenen Projekte bis zum heutigen Stand. Es wurde deutlich, dass die Praxis die Grundlage für die Entwicklung der Qualitätsstandards bildet. Beispiele sind der niederschwellige Zugang zu Beratung in der Schule, gelungene Präventionsprojekte, geeignete Methoden zur Förderung der Sozial- und Persönlichkeitskompetenzen, das Arbeiten im Netzwerk.

Sozialtraining zur Förderung der Sozialkompetenzen der Jugendlichen

In Gruppen diskutierten Mitarbeitende und Verantwortliche der Schulsozialarbeit sowie Netzwerkpartner, welche Praxis sich in der sozialpädagogischen Arbeit bewährt hat und wo die Anstrengungen an Grenzen stoßen. Als besondere Herausforderungen und Grenzen in Hinblick auf die Qualitätsentwicklung wurden die prekäre Anstellungssituation und der starke Personalwechsel hervorgehoben. Dazu kommen in einigen Schulen fehlende Räumlichkeiten. Bewährt haben sich Begegnungs- und Beratungsräume, die den Schülerinnen und Schülern einen sehr niederschwelligen Zugang zu den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern ermöglichen. Ebenso betont wurde die Wichtigkeit von einem stabilen multiprofessionellen Team. Als wichtiges Instrument der Schulsozialarbeit hat sich das "Sozialtraining" zur Förderung der Sozialkompetenzen der Jugendlichen als erfolgreich erwiesen. Die Ausbildung zum "Sozialtrainer"oder zur "Sozialtrainerin" wird jährlich von der Landesdirektion Berufsbildung im Rahmen des Projekts organisiert.

Der abschließende Konsens war, dass Schulsozialarbeit ein Qualitätsmerkmal für die Schule von heute ist und der langfristigen strukturellen und finanziellen Absicherung bedarf.

red/mac

Am heutigen 13. Mai 2024 hat die Grüne Kandidatin für die Europawahlen Brigitte Foppa inhaltliche Punkte ihres Wahlprogramms vorgestellt. Es baut auf den Grundwerten von Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und ökologischer Verantwortung auf

Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise ist unbestreitbar ungerecht. Sie resultiert aus historischer Ausbeutung und führt zu Armut, Dürre und dem Verlust demokratischer Strukturen in den davon am stärksten betroffenen Regionen. Foppa unterstreicht die Bedeutung eines „Green and Social Deal", der soziale Absicherung und ökologische Transformation gleichermaßen priorisieren soll.

Energiegerechtigkeit

Die Energiepreiskrise und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen haben Europa vor Augen geführt, dass eine grundlegende Umgestaltung des Energiesystems unausweichlich ist. Foppa plädiert für eine rasche Umstellung auf erneuerbare Energien und betont die Notwendigkeit der Bürgerbeteiligung bei Energieprojekten.

Mobilitätsgerechtigkeit

Foppa kritisiert die dominante Rolle des Individualverkehrs und fordert einen verstärkten Fokus auf öffentliche Verkehrsmittel und nachhaltige Mobilitätslösungen. Die Förderung von Nachtzügen, Radverkehr und eine gerechtere Kostenaufteilung sind hierbei zentrale Elemente.

Chancengerechtigkeit

Armut, Diskriminierung und Ungleichheit sind Realitäten, denen Millionen von Menschen in Europa gegenüberstehen. Die Grünen fordern eine europaweite Strategie zur Armutsbekämpfung, Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und den Schutz der Rechte von benachteiligten Gruppen. „Wir müssen sicherstellen, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben und dass die Grundrechte für alle verteidigt werden“, so Foppa. Wie? Beispielsweise mit einem Steuersystem, das vulnerablen Gruppen zugutekommt, einem europäischen Mindestlohn und dem Grundrecht der Selbstbestimmung über den eigenen Körper“

Frieden

Zum Schluss betonte Foppa die Bedeutung einer werte- und friedensorientierten Außenpolitik für die EU. Humanitäre Hilfe, Krisenprävention und die Förderung von Demokratie und Menschenrechten müssen stets im Zentrum stehen

Die Bemühungen um ein soziales und grünes Europa setzt einen klaren Rahmen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit. Eine Zukunft, die auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit basiert, bietet einen konkreten Weg für die Gestaltung eines lebenswerten Europas für alle.

Bozen, 13. Mail 2024

Brigitte Foppa, Kandidatin für Alleanza Verdi Sinistra

 

 

Un impegno per un’Europa più giusta e sostenibile

Oggi, 13 maggio 2024, presso la fondazione Langer a Bolzano, Brigitte Foppa, candidata dei Verdi alle elezioni per il Parlamento europeo, ha presentato i dettagli del suo programma politico, delineando una visione ambiziosa per un'Europa più equa e sostenibile.

Giustizia climatica

Foppa ha sottolineato l'urgenza di una svolta climatica sociale, evidenziando le problematiche causate dal riscaldamento globale e la necessità di avere una trasformazione nella politica agricola europea verso la sostenibilità ambientale e l'equità economica. Tra le varie proposte dei Verdi figurano l'inserimento del diritto a un ambiente sano nella Carta dei diritti fondamentali dell'UE e l'eliminazione dei contributi ai combustibili fossili a favore della transizione ecologica.

Giustizia energetica

Affrontando la crisi energetica e climatica, il programma di Foppa si concentra sull'adozione di energie rinnovabili al 100%. "Dobbiamo investire massicciamente nelle energie rinnovabili e coinvolgere attivamente i cittadini nei processi decisionali", ha affermato Foppa. Tra le proposte dei Verdi vi sono incentivi per l'installazione di pannelli solari, lo sviluppo di una rete elettrica solida, l'elettrificazione accelerata di tutti i settori.

Giustizia nella mobilità 

Foppa ha evidenziato l'importanza di una transizione verso forme di trasporto più sostenibili, riducendo l'uso dell'automobile a favore di soluzioni pubbliche e collettive. "La mobilità deve essere equa e accessibile a tutti, riducendo al contempo le emissioni e il consumo di suolo", ha affermato Foppa. Alcuni esempi pratici: offerta più attraente e incentivi per il trasporto pubblico, trasparenza dei costi.

Pari opportunità 

Il programma dei Verdi si impegna a combattere le disuguaglianze e a promuovere l'inclusione di tutte le persone, indipendentemente da genere, etnia, orientamento sessuale o status socio-economico. "Dobbiamo garantire che ogni individuo abbia accesso alle stesse opportunità e diritti fondamentali", ha affermato Brigitte Foppa. Come? Ad esempio, con un sistema fiscale a vantaggio dei gruppi più vulnerabili, un salario minimo europeo e il diritto fondamentale all’autodeterminazione del proprio corpo.

Pace

Infine, Foppa ha ribadito l'impegno dei Verdi per la pace e la sicurezza in Europa, sottolineando l'importanza di una politica estera basata sui valori e sul rispetto dei diritti umani. 

In chiusura, Foppa ha espresso fiducia nel programma dei Verdi, affermando che "Il verde non è solo il colore della speranza, ma anche il colore della giustizia. E l'Europa è la speranza per il mondo".

Bolzano, 13 maggio 2023

Brigitte Foppa, candidata per Alleanza Verdi Sinistra


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