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Montag, 09 Dezember 2024 13:28

Einberufung in die Nationalmannschaft

Fußball - Nadine Nischlers Höhenflug geht weiter. Die Naturnserin wurde vor kurzem für das Freundschaftsspiel gegen Deutschland in die italienischen Nationalmannschaft einberufen. Zwar kam sie beim 2:1 Sieg der Italienerinnen nicht zum Einsatz, dennoch ist es ein weiterer Meilenstein in Nischlers noch jungen Karriere. (sam)

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Ambrosius, 7. Dezember 2024

Im Vinschgau sind wir froh, dass die Vinschger Bahn von Meran nach Mals seit dem 5. Mai 2005 wieder verkehrt und dass die Bahnlinie derzeit elektrifiziert und damit zukunftsfähig gemacht wird.
In Zeiten als es noch wenige Privatautos gab, war am 1. Juli 1906 die Eisenbahnlinie Meran - Mals nach 15-jähriger Verhandlungs-, Planungs- und Bauzeit in Betrieb gegangen, als Südtirol noch Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war. Am 9. Juni 1990 war der Betrieb der Vinschger Bahn als so genannter „dürrer Ast“ im Netz der italienischen Staatsbahnen dann eingestellt und das Eigentum in der Folge vom Staat an das Land Südtirol übertragen worden. Danach folgten zehn Jahre Überzeugungsarbeit der Bezirksgemeinschaft Vinschgau und verschiedener Interessensgruppen, auf dass die Südtiroler Landesregierung die notwendigen Sanierungsarbeiten in Auftrag gäbe und die Bahn wieder in Betrieb nähme. Gottlob ist in der Stehzeit – entgegen anderslautenden Vorschlägen wie etwa die Nutzung der Bahntrasse als Radweg – die Geleistrasse erhalten geblieben. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat mit seiner Landesregierung die Bedeutung der Eisenbahn als zukunftstaugliches Verkehrsmittel für den öffentlichen Personen-Nahverkehr erkannt und die Sanierung und Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahnlinie befürwortet und unterstützt. Talschaften mit vormaligen Bahnlinien wie das Grödnertal oder das Überetsch wären heute froh, wenn die Geleistrasse ihrer vormaligen Bahnen nicht überbaut und heute noch verfügbar wären.

Nachhaltige Mobilität in Südtirol
Die beiden Techniker Markus Lobis und Philipp Kleewein stellen in ihrem Fachbeitrag „Mobil sein unter neuen Prämissen – Die Herausforderungen der Zeit (publiziert vom Herausgeber Thomas Benedikter in „Klimaland Südtirol? Regionale Wege zu konsequentem Klimaschutz“, arcaedizioni Lavis/Eppan 2022) fest, dass Südtirols Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur vom Motorisierten Individualverkehr (MI) geprägt ist. Das private Automobil ist der bedeutendste Mobilitätsträger im so genannten „Modal Split“ der Mobilitätsformen. Dabei ergeben die Geomorphologie und die Nachbildung des Meilensteines an der römischen Via Claudia Augusta beim Hanswirt in RablandSiedlungsstruktur unseres Landes klar definierte Hauptachsen in den Tallagen. Es haben sich Ballungsräume herausgebildet. Rund 50 Prozent der Südtirolerinnen und Südtiroler leben und wohnen im Etschtal zwischen Meran, Bozen und Salurn. Rechnet man die Städte Brixen, Sterzing und Bruneck und deren näheres Umfeld dazu, leben rund zwei Drittel der Einwohner unseres Landes in diesen Räumen. Für die Mobilitätsplanung bedeutet dies, dass auch in diesen Bereichen die höchsten Effekte bei der Senkung klimarelevanter Emissionen von Treibhausgasen erreicht werden können. Markus Lobis und Philipp Kleewein beschreiben Südtirol als ein potentielles Fahrradland. Ihre Berechnungen haben ergeben, dass zwischen 60 und 70% der Südtirolerinnen und Südtiroler in einer sogenannten „Radgunstlage“ leben. Dies bedeute nach den beiden Autoren, dass die geomorphologischen, klimatischen und ortsräumlichen Verhältnisse die Nutzung des Rades nahezu ganzjährig zulassen.

Handlungsfelder und -empfehlungen für eine klimaverantwortbare Mobilität
Meines Erachtens sind wir in Südtirol in der Potenzierung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs auf dem richtigen Weg, aber der Umstieg vom Privatauto auf die öffentlichen Verkehrsmittel muss noch beschleunigt werden.
Philipp Kleewein und Markus Lobis sehen in ihrem oben erwähnten Fachbeitrag folgende Handlungsfelder:
1. Schluss mit der Verkehrsplanung: Wer Verkehrsprobleme mit Verkehrsplanung lösen will, schafft neue Verkehrsprobleme. Vermeintliche Verbesserungen im System des Motorisierten Individualverkehrs führen nach Meinung der Autoren im besten Fall zu einer Verlagerung der Probleme. Die Planungsaufgabe der Zukunft besteht in einer integrierten Mobilitäts- und Raumplanung. Auch in Südtirol müsse ein ganzheitlicher Planungsansatz gesucht werden. Ein Start in diesen ganzheitlichen Ansatz wurde mit dem Landesgesetz Nr. 9/2018 „Raum und Landschaft“ gesetzt. Hoffentlich bleibt das Gesetz in seinem Kern erhalten. Derzeit kann beobachtet werden, wie die Ansprüche von Interessensgruppen mit jenen der Gesellschaft als solcher unter den geänderten Bedingungen und Erfordernissen (auch aus dem Klimawandel) kollidieren.
2. Mobilitätsplanung mit klaren Zielen: In Südtirol gibt es einen Landesmobilitätsplan. Nach Lobis und Kleewein bilde dieser lediglich die Planungen der Landesverwaltung im Bereich des Tartsch, Laatsch und ein Teil von MalsÖffentlichen Personen-Nahverkehres (ÖPNV) ab. Das ist nur eine Teilplanung. Eine integrierte Mobilitätsplanung müsse alle Mobilitätsmodalitäten miteinander vernetzen. Das Thema „Nachhaltigkeit“ finde im Finanzhaushalt des Landes Südtirol noch zu wenig Niederschlag: Entscheidungen über den Einsatz öffentlicher Finanzmittel im Bereich Mobilität sollten jene Investitionen bevorzugen, die konkrete Umstiegszahlen in Richtung Umweltverbund Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, ÖPNV bewirken.
3. Raumordnerische Prinzipien: Die Qualität und die Ausstattung des Raumes sind von unterschiedlicher Bedeutung für die Wahl des Verkehrsmittels. Bei der Planung von Infrastrukturen sollten nicht nur hohe Standards für den Motorisierten Individualverkehr durchgesetzt werden, sondern auch die anderen Mobilitätsmodalitäten wie Zu-Fuß-Gehen und Radfahren berücksichtigt werden. Bei der Ausweisung und Weiterentwicklung von Wohngebieten und bei der Nutzung von Flächen im öffentlichen Raum sollten die Bebauungen hohe Durchlässigkeiten von Rad- und Fußwegen gewährleisten. Autofreie Wohngebiete werden inzwischen in ganz Europa errichtet und bieten hohe Wohnqualitäten. Die 23,5 Stunden am Tag herumstehenden Stehzeuge Autos müssen aus dem öffentlichen Raum entfernt werden. In Städten und Ortschaften sollte umgehend und im gesamten Gebiet Tempo 30 eingeführt werden. Schlagwort: Mensch vor Auto.
4. Bessere Anbindungen an den internationalen Schienenverkehr: Südtirol liegt im Herzen von Europa und zwischen gut ausgebauten Bahnnetzen, an die das Land nur ungenügend angeschlossen ist. Ein besserer Anschluss an das europäische Verkehrsnetz der Eisenbahnen ist sinnhaft. Im Rahmen der Mobilitätswende können gute Nachtzugverbindungen dem Tourismusland und Wirtschaftsstandort Südtirol Vorteile in seiner wirtschaftlichen Positionierung verschaffen. Zu den Strukturanforderungen zählt dabei auch die Gestaltung und Nutzungsfreundlichkeit der Bahnhofsareale und der Räume und Flächen für den Mobilitätswechsel. Die Zunahme der Nutzung von E-Bikes bedingt auch einen höheren Diebstahlschutz für Fahrräder.
5. Letzte Meile, Digitalisierung und Zusatzdienste: Die Bereitschaft zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nimmt ab, je höher die Umstiegsschwellen in Richtung ÖPNV empfunden werden und welches Verkehrsmittel für die sogenannte letzte Meile zwischen Wohnsitz und Mobilitätsziel eingesetzt werden kann. Lückenlose und zeitnahe Informationen verringern die Umstiegsschwelle, ebenso die Fahrplangestaltung und das Ticketsystem. Das Tarifsystem ist in Südtirol zweckmäßig ausgeprägt. Die Südtirol-Mobil-Card sollte auf möglichst viele Zusatzanwendungen ausgedehnt werden.
Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt verändert und wird sie weiter verändern. Die neuen Technologien machen uns mobil, ohne dass wir uns physisch von der Stelle bewegen. Telearbeit und Home Working lassen neue Formen der Arbeitsorganisation zu.
6. Potenzierung der Radmobilität im Alltag: Viele Südtirolerinnen und Südtiroler benützen heute schon das Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Das Fahrrad birgt aber weiteres Umstiegspotential. Rund die Hälfte aller Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, sind unter 5 km lang und die Hälfte davon wiederum nicht länger als 2 km. Bei angemessener Infrastruktur für das das Fahrrad kann man in der Einschätzung von Lobis und Kleewein davon ausgehen, dass die genannten Kurzstrecken mit dem Fahrrad schneller, günstiger und vor allem auf gesündere Art und Weise zurückgelegt werden können als mit dem Automobil.
Und das Fazit von Markus Lobis und Philipp Kleewein in Sachen Mobilität der Zukunft lautet: „Die menschliche Zivilisation tritt in eine neue Ära, die entweder ihren letzten kurzen Abschnitt darstellt oder als Zeitalter der Verantwortung in ihre Entwicklungsgeschichte eingeht. Eine tiefgreifende ökologische und gesellschaftliche Transformation ist nicht nur unerlässlich, sondern auch möglich und wünschenswert.“

Montag, 09 Dezember 2024 13:24

Koatlacker Nikolausumzug

Prad - Er ist nicht nur einer der traditionsreichsten, sondern auch einer der sehenswertesten Umzüge, der Koatlacker Nikolausumzug am 4. Dezember in Prad am Stj. Angeführt werden die Koatlacker Tuifl von den Engelen samt Paktlen und dem Nikolaus. Mit langsamen geschmeidigen Bewegungen, aufgerissenem Maul, leuchtenden Augen, langen Hörnern und meist in Goassfell gekleidet, lernten sie auch heuer so manchem Schaulustigen das Fürchten - spätestens wenn die Rute zum Einsatz kam. Gleich mehrere Tuiflwagen verbreiteten unheimliche Atmosphäre und zeigten Show - mit dabei auch die Schlossbichl Tuifl von Lichtenberg. Höhepunkt ist jedes Jahr die traditionelle Ansprache des Nikolauses am Hauptplatz, bevor die Kostlacker Tuifl diesen in Beschlag nehmen.(ap)

Glurns - Die mittelalterliche Stadt Glurns verwandelt sich rund um den 8. Dezember jedes Jahr für drei Tage in ein Lichtermeer mit Tausend Düften und stimmungsvollen Klängen. Neben dem Adventmarkt mit 45 Ständen, die viele Köstlichkeiten und hochwertige Handwerksprodukte in den Lauben und am Stadtplatz anboten, musizierten bzw. sangen in diesem Jahr wieder Bläsergruppen, Alphornbläser, Chöre und offene Singgruppen in den Gassen und auf den Plätzen, in der Pfarrkirche zum Hl. Pankratius und in der Frauenkirche. Für Familien und Kinder wurden Stadtführungen, Kasperletheater, Spiele, eine Bastelwerkstatt und ein Streichelzoo geboten. In der alten Sennerei zeigten die Krippenfreunde Reschen selbstgebaute Krippen. Das Laubenkomitee – OK Glurnser Advent mit Elmar Prieth als Vorsitzenden will ganz bewusst keinen großen Rummel, sondern legt Wert auf stimmungsvolle und besinnliche Erlebnisse in der Stadt und in den Kirchen. Glurns bietet Möglichkeiten zum Stauen, Schauen und Kaufen. Man kann durch die Stadt flanieren, sich begegnen, miteinander plaudern, etwas essen und trinken oder in den Kirchen sitzen und die weihnachtlichen Gesänge und Klänge genießen. Klein, aber fein, wie es nur Glurns in der Adventszeit bieten kann. (hzg) 

Montag, 09 Dezember 2024 13:22

Nachgedacht zu Weihnachten 2024

von Don Mario Pinggera - Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Sensibilität und der Emotionen, manchmal aber auch der Oberflächlichkeit. In Richterswil haben wir zwei Pflegeheime, welche schon aufgrund einer wichtigen Etikette Aufschluss über ihre Philosophie oder besser ihr Verständnis zum Thema Weihnachten geben. Als Seelsorgende sind wir neben anderen Gästen und Institutionen zu den entsprechenden Feierlichkeiten eingeladen, die im Advent stattfinden. Während das eine Pflegeheim traditionell zur «Weihnachtsfeier» einlädt, lädt das andere zur «Jahresabschlussfeier» ein. Das mag zunächst nicht weiter auffällig sein, dennoch offenbart sich mit dieser Terminologie eine Grundhaltung, was das Verhältnis zur religiösen Kultur eines Landes betrifft. Den «Jahresabschluss» verorten aufmerksam Lesende doch eher bei einem Unternehmen, wenn es zum Beispiel um die Bilanzen geht. In der Tat sind derartige Tendenzen, Religiöses einfach zu streichen, schon seit Jahren gang und gäbe. Aufmerken liess in diesem Zusammenhang vor mehr als 10 Jahren das Vorhaben der Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli, Weihnachtslieder in den Schulen zu verbieten (ein Unsinn, der glücklicherweise nicht eintraf). Beide Phänomene, sowohl die «Jahresabschlussfeier», als auch das angedachte Verbot von Weihnachtsliedern sind nur zwei Beispiele von Vielen mit ähnlicher Tendenz, die zu beobachten sind. Was dahinter steckt, ist indes sowohl tragisch als auch bedenklich: Wie steht es mit unserer Selbstidentität? Wir sind ein reiches Land, das mitunter sehr auf politische Korrektheit (was auch immer das ist) achtet, das z.B. im sogenannten Gendern ganz vorne dabei sein will (wobei Gendern per se einen problematischen Eingriff in das Kulturgut Sprache darstellt). Ich bin überzeugt, dass die mangelnde Selbstidentität in Bezug auf die religiöse Kultur weder ein Beitrag zur interkulturellen Verständigung noch zur geistigen Gesundheit einer Gesellschaft ist. Und wir tun gut daran, uns weder «Jahresabschlussfeiern» statt «Weihnachtsfeiern» vorschreiben, noch das Singen von Weihnachtsliedern verbieten zu lassen. Ausserdem weckt dies Erinnerungen an Zeiten, wo sowohl Weihnachtslieder wenn nicht verboten, so doch umgeschrieben wurden, als auch Religion und Kirche massiv eingeschränkt und unterdrückt wurden. Denken wir nur an Hans Baumanns Lied aus der Zeit des Nationalsozialismus «Hohe Nacht der klaren Sterne» von 1939. Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas wurde völlig ausgeblendet. Stattdessen huldigte das Lied der Wintersonnenwende. Gedacht war es als Ersatz für «Stille Nacht». Natürlich funktionierte dieses dumme Vorhaben nicht, zumindest, was die Eliminierung von «Stille Nacht» angeht. Schon allein deshalb ist «Stille Nacht» von unschätzbarem Wert. Nicht nur, weil es in seiner Schlichtheit gut gemacht ist, sondern auch und gerade deshalb, weil diese einfache Wiegenlied einer der schlimmsten Diktaturen der Menschheitsgeschichte zu trotzen vermochte. Es ist an der Zeit, gerade jetzt, in Zeiten diverser Kriege und Unsicherheiten, das Bewusstsein für kulturelle Werte – und damit auch religiöse – zu weiten, um damit einer Gesellschaft den Halt zurückzugeben, der bisweilen vermisst und an Orten gesucht wird, die mitnichten in der Lage sind, menschliche Hoffnungen und Sehnsüchte auch nur ansatzweise zu stillen. Der künstlich und mitunter mit grossem Engagement einzelner erzeugte «Vorweihnachtsstress» mit dem «Silbernen» und dem «Goldenen» ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. 

Montag, 09 Dezember 2024 13:21

Impulstag

Rabland - Am Samstag, 09. November 2024 trafen wir Frauen der kfb-Dekanate Naturns und Schlanders uns in Rabland zu unserer Impulstagung. Thema: „Die Liebe leben“.
Die Vorsitzende des Dekanats Naturns, Frau Annemarie Erlacher, konnte 23 Frauen aus den Pfarreien Naturns, Partschins, Rabland, Tabland, Tschars, Vetzan, Kortsch und Laas begrüßen. Nach einem besinnlichen Einstieg reflektierte Ingrid Raffeiner, Vorstandsfrau und Dekanats-Begleiterin, mit uns die Verse aus dem 1. Korintherbrief 12, 7-11, in welchem es um die Gaben des Geistes geht, die eine jede von uns von Gott geschenkt bekommt. Durch diese Geistesgaben können wir zu „Mitarbeiterinnen Gottes“ werden und seine Liebe in unserem engeren und weiteren Umfeld spürbar und erfahrbar machen.
Anschließend wurde der kfb-Kalender 2025 „Das sind wir: - beherzt - bewegt - begeistert“ vorgestellt und auf Schwerpunkte aus dem kfb-Jahresprogramm für 2025 hingewiesen.
Im Anschluss folgte ein reger Austausch unter uns Frauen bei Kaffee und Kuchen und weiteren Köstlichkeiten.
Danke an alle, die zum guten Gelingen des Nachmittags beigetragen haben.

Graun/Taufers i.M. - Seit nunmehr 15 Jahren wird der Oberländer Advent vom Bildungsausschuss Graun koordiniert und gemeinsam mit Vereinen findet an jedem Sonntag im Advent in allen vier Fraktionen eine Veranstaltung statt. Mit dem „Hoadr Kunstfenster“, den „Touler Kapellaliachtr“, der Grauner Wegkrippe und dem „Reschr Krippenschaugen“ ist man gestartet und auch heuer sind wieder vier interessante Kulturveranstaltungen auf dem Programm. (Siehe Bildungszug in dieser Ausgabe) Den Auftakt bildete am 1. Adventsonntag eine viel bestaunte Ausstellung von Kreativen im Kultursaal von St. Valentin a.d.H.. In Taufers i.M. belebt der Bildungsausschuss heuer zum vierten Mal gemeinsam mit Tuberis und örtlichen Vereinen die Adventszeit unter dem Motto „Advent in Dorf an dr Grenz“. Für Jung und Alt gibt es Veranstaltungen und besonders die Fensterbilder-Aktion in Taufers und Rifair und das „Tauferer Adventkistl“, welches mit Köstlichkeiten aus Taufers i.M. gefüllt ist, finden großen Anklang bei der Bevölkerung. (lu)

Montag, 09 Dezember 2024 13:20

Trafoier Advent

Trafoi - Glitzernder Neuschnee knirscht unter den Füßen der Kirchgeher, welche am 24.November zum Trafoier Kirchl wandern. Dort gestalten die Besucher zusammen mit Pfarrer Konrad und dem Kirchenchor Stilfs die Messe zum Christkönigsonntag und das Cäcilienfest. Anschließend sind alle zum „TRAFOIER ADVENT“ eingeladen, welcher alljährlich von den vielen Freiwilligen der Pfarre Trafoi gestaltet wird. Wunderschön selbstgebastelte Adventskränze ,Holzfiguren ,Kerzen Karten und vieles mehr können hier erworben werden. Für den Hunger und Durst gibt es Wurst mit Kraut, Kürbiscremsuppe, Krapfen, Kuchen, Keschtn und Glühwein. Dazu noch fröhliche Ziehorgelklänge von Albert und viele glückliche Menschen. Der Erlös des Trafoier Advents kommt dem Wiederaufbau der Wallfahrtskirche Hl. Drei Brunnen zugute. (ck)

Naturns - Die bekannte Schriftstellerin Selma Mahlknecht erzählt mit dem neuen Roman „Schaukler“ 100 Jahre Naturnser Geschichte. Der von Mahlknecht erdachte Inhalt: „Hans ist ein uneheliches Kind, im Dorf als Krüppel und Schandbub verschrien. Er muss mitansehen, wie Freunde zum Krieg einrücken, Faschisten und Nazi-Bonzen die Bevölkerung terrorisieren und seine Mutter einen von ihnen heiratet. Doch Hans, der Dekorationsmaler wird, erlebt auch, wie sich das Dorf nach und nach wandelt, wächst und weltoffener wird. Trotzdem kann auch der steigende Wohlstand die Ungleichheit nicht beseitigen.“ Der Historiker und Selmas Ehemann Kurt Gritsch hat im Anhang des Romans Bemerkenswertes, auch Neues aus der Geschichte Südtirols und jener von Naturns angehängt.
Mahlknecht gelingt es, en passant große zeitgeschichtliche Züge und auch selbst recherchierte Passagen aus dem Alltag der Menschen in den Roman einzuflechten. „Feinfühlig und ironisch, bitter und brillant erzählt“, kommentiert den Roman der Historiker Hans Heiss. Der Roman ist ein aus wenigen Pinselstrichen gezeichnetes Auftragswerk. Ausgehend von der Freilegung der mittlerweile berühmten Fresken in der St. Prokuluskirche vor 100 Jahren soll, so der Auftrag vom Naturnser Gemeindeausschuss, von da an die Geschichte von Naturns nachgezeichnet werden. Den Inhalt hat Mahlknecht entlang dieser Baseline selbst erdacht. Bei der Buchvorstellung am 23. November in der Bibliothek Naturns hat Thomas Kager vom Raetia-Verlag die zahlreich erschienen Natunser:innen davor gewarnt, in den im Roman vorkommenden Figuren echte Personen aus Naturns zu suchen. Naturns als Schauplatz eines Romans, für ein Dorf in Südtirol ist das neu, nicht aber für literarische Werke (Kager: Davos in Thomas Manns Zauberberg, Neapel in Elena Ferrantes Romanen...).
Bei der Buchvorstellung ließ Selma Mahlknecht einen Spalt in ihre Schreibwerkstatt blicken. Denn entlang der Fresken habe sie den Roman aufgebaut und einzelne Kapitel nach Freskenmotiven benannt. Die Buchvorstellung gipfelte in einem Gespräch zwischen Mahlknecht und der orts- und geschichtskundigen Maria Gerstgrasser. Bei Maria Gerstgrasser hat sich Selma Mahlknecht für viele Buchpassagen inspirieren lassen. Ein lesenswerter Roman, dessen Inhalt auf fast jedes andere Dorf in Südtirol passen könnte. (eb)

Montag, 09 Dezember 2024 13:18

Bücher unterm Baum

Buchtipps - Alle Jahre wieder packen wir Seiten in Seidenpapier und machen Geschichten zum Geschenk. Den Schenkenden viel Freude, den Beschenkten geruhsame Lesestunden. Frohes Fest! Maria Raffeiner


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